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Liebe Freund*innen des silent green,

nun möchten auch wir uns von euch und diesem merkwürdigen Jahr für eine kurze Weihnachtspause verabschieden, noch einmal Revue passieren lassen, was war, uns nicht länger aufhalten mit dem, was nicht war und vor allem DANKE sagen. Für eure Treue und Unterstützung ganz besonders in wackeligen Zeiten, für die großartige Zusammenarbeit und dafür, dass wir die meiste Zeit auf die eine oder andere Weise weitermachen durften.
Viel Neues haben wir kennengelernt, unser technisches Know-How laufend erweitert, Flexibilität geschult, neue Formate und Wege gedacht, das Reduzierte und vermeintlich Unscheinbare wertschätzen gelernt und Kraft aus den kleinen und großen positiven Ereignissen und Reaktionen gezogen.
Wir wissen um unsere aktuell verhältnismäßig priviligierte Situation und dass vielen Kulturschaffenden ein optimistischer Blick nach vorn im Moment noch undenkbar scheint. Gerade deshalb möchten wir nach den ruhigen, zurückgezogenen nächsten Wochen auch 2021 unsere Kräfte weiter bündeln und all die gewonnenen Erkenntnisse und Ideen aus diesem Jahr nutzen, um kulturell umtriebig zu bleiben – lasst uns gemeinsam durchhalten und uns dem stellen, was da so auf uns zukommt!

Erstaunlicherweise blicken wir trotz Pandemie und Lockdowns zurück auf ein reich gefülltes 2020: Da waren die fulminanten Konzerte von Hildur Guðnadóttir, Deathprod und Jacob Kirkegaard im Rahmen des CTM Festivals, der Abend mit Felix Kubin und Marie Losier zu Felix in Wonderland, die Screenings und Diskussionen der 70. Berlinale und die Gruppenausstellung Part of the Problem des 15. Forum Expanded, die im März vom ersten Lockdown geschlossen wurde. Anschließend herrschte erstmal eine ganze Weile lang viel Unsicherheit und Existenzangst. Bis Mitte Mai die ursprünglich zum Erhalt der Clubkultur ins Leben gerufene Plattform United We Stream aus unserer Kuppelhalle DJ-Sets in eure Wohnzimmer streamte und dabei den Auftakt eines neuen Formats und Umgang mit einer der bis dato größten Herausforderungen der Veranstaltungsbranche demonstrierte. Über den Sommer wurden die vorhandenen Möglichkeiten genutzt und vielfach aus der Not eine Tugend gemacht, um überhaupt etwas zu machen und euch und uns kulturellen Austausch und zuversichtlich stimmende Erlebnisse zu bieten. In Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst zeigten wir mit arsenal 4 installative Arbeiten in unserer Betonhalle und ließen im Juni gemeinsam mit bundesweit zahlreichen anderen Gebäuden das silent green rot erstrahlen für die Night of Light, als leuchtendes Mahnmal für die Notwendigkeit der Rettung der Veranstaltungsbranche. Als Erweiterung unseres durch die Hygieneauflagen etwas reduzierten MARS-Restaurants eröffneten wir das Little MARS im ehemaligen Pförtnerhäuschen am Eingang zum Gelände. Den Sommer versüßte es uns mit Eis und Kulinarischem auf die Hand und seitdem die Gastronomien wieder geschlossen sind, versorgt es uns mit Getränken, Süßem und Herzhaftem zum Mitnehmen und unterstützt die MARS-Küche mit dem Lunch to go. Wir entdeckten den Zauber von Sommerabenden mit Picknickkonzerten draußen auf unserer Wiese und konnten bei der Konzert- und Filmreihe Female To Empower zumindest gemeinsam mit einigen wenigen die kleinen und großen Geschichten der Musik aus einer weiblichen Perspektive hören. Das Internationale Literaturfestival Berlin fand im September noch mit einer Hybrid-Ausgabe aus Live-Publikum und Online-Lesungen statt, während das Jazzfest Berlin im November mit einem sehr kurzfristig an das aktuelle Pandemiegeschehen angepassten Streaming-Programm aus Berlin und New York beeindruckte.
Unsere Betonhalle fungierte Dank ihrer Größe und des permanenten Luftaustauschs seitdem regelmäßig als Studio für die Aufzeichnungen von Konzerten, Performances und Gesprächen, so z.B. auch für die SoS Assembly der Galerie Wedding und das A L'ARME! Festival. Wie flexibel einsetzbar und wandlungsfähig unsere Räumlichkeiten tatsächlich sind, das war auch eine der schönen Erkenntnisse der vergangenen Monate.

Was uns 2021 erwartet, wissen wir alle nicht und doch brauchen wir nichts so dringend wie die Hoffnung, dass das Pandemiegeschehen sich beruhigt und wir wieder freier, selbstbestimmter und freudvoller miteinander leben können, im Einklang mit neuen Praktiken des Zusammenseins. Und nicht zuletzt die Kultur in all ihrem Facettenreichtum wieder aufleben und Raum für Neues und kreativ Improvisiertes entstehen kann. Wir hoffen, einiges dazu beitragen zu dürfen und wünschen uns viele Draußen-Veranstaltungen, einen Sommer voller Picknickkonzerte, gemeinsame Netzwerke, Projektideen, Austausch und kulturelles Erleben.
Freudige Momente in diesem Jahr waren – neben dem überraschenden Silber Award des FIABCI Prix d´Excellence Germany für das silent green – auch die Förderzusagen von drei Ausstellungsprojekten im kommenden Jahr, auf die wir uns unglaublich freuen: Mit The Garden. Kinematografien der Erde möchten wir die Arbeit des Künstlers, Aktivisten und Filmemachers Derek Jarman erfahrbar machen; M_Dokumente befasst sich mit dem wilden Leben der Musik- und Kunstszene West-Berlins in den 1970er/1980er Jahren und nimmt die explizit weibliche Sichtweise der Bands Mania D., Malaria! und Matador in den Fokus; und die Ausstellung des Projektes Cohabitation denkt das solidarische Zusammenleben von menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen in urbanen Räumen neu.

Wir wünschen euch einen guten Jahresausklang & freuen uns auf ein Wiedersehen in 2021!
Euer silent green

Dear friends of silent green,

now it's on us to say goodbye to you and to this wildly strange year for a short Christmas break. Therefore, we would like to look back on what has been, stop dwelling on what has not been and above all, say THANK YOU. For your loyalty and support especially in shaky times, for the great cooperation and for the fact that we were able to continue working in one way or another most of the time.
We've got to know a lot of new things, constantly expanded our technical know-how, trained flexibility, thought of new formats and ways, learned to appreciate the reduced and supposedly inconspicuous and have drawn strength from all the small and big positive events and reactions.
We know that we are currently in a relatively privileged situation and that many people working in the cultural sector find it unthinkable to look forward optimistically at the moment.
For this very reason we would like to continue to join forces in 2021 after the quiet, withdrawn next few weeks and use all the insights and ideas we have gained from this year to remain culturally active - let's persevere together and face whatever comes our way!

Surprisingly, despite the pandemic and the lockdowns, we can look back on a richly filled 2020: we've had the brilliant concerts by Hildur Guðnadóttir, Deathprod and Jacob Kirkegaard at the CTM Festival, an evening with Felix Kubin and Marie Losier on Felix in Wonderland, the screenings and discussions at the 70th Berlinale and the group exhibition Part of the Problem as part of the 15th Forum Expanded, which was then closed in March by the first lockdown. Followed by a lot of uncertainty and existential fear for quite a while. Until mid-May, when the recently launched platform United We Stream brought some fine DJ sets from our Kuppelhalle into your living rooms, demonstrating the start of a new format and dealing with one of the biggest challenges in the event industry to date. Over the summer, the available opportunities were used and in many cases a virtue was made of necessity in order to be able to act at all and to offer you and us some cultural exchange and optimistic experiences. In collaboration with Arsenal - Institute for Film and Video Art, we've showed installation works in our Betonhalle titled arsenal 4, and in June, together with numerous other buildings nationwide, silent green was illuminated in red for the Night of Light, as a shining memorial, drawing attention to the necessity of saving the event industry. As an extension to our MARS restaurant, which was somewhat reduced due to the necessary hygiene regulations, we opened Little MARS in the former gatehouse at the entrance to the site. It sweetened our summer with ice cream and culinary delights on hand, and since the renewed gastronomic lockdown it has been providing us with drinks, sweets and savouries to take away and supporting the MARS kitchen with lunch to go. We discovered the magic of summer evenings with picnic concerts outside on our lawn and were able to listen to the small and big stories of music from an exclusively female perspective at the Female To Empower concert and film series, at least together with a few others. The International Literature Festival Berlin took place in September with a hybrid edition of live audience and online readings, while the Jazzfest Berlin in November impressed with a full streaming programme from Berlin and New York that had to be adapted at very short notice to the pandemic development.
Thanks to its size and permanent air exchange, our Betonhalle has ever since functioned as a studio for the recording of concerts, performances and talks, including for the SoS Assembly of Galerie Wedding and the A L'ARME! Festival. How flexibly usable and adaptable our spaces really are was one of the wonderful findings of the past months.

We all do not know what 2021 is bringing us, and yet we need nothing so urgently as the hope that the pandemic will calm down and that we can go back to living together more freely, self-determinedly and joyfully, in harmony with new practices of togetherness. And last but not least, that culture in all its richness can revive and space for new and creatively improvised ideas can emerge. We hope to be able to contribute to this and wish for many outdoor events, a summer full of picnic concerts, joint networks, project ideas, exchange and cultural experience.
Joyful moments this year - besides the surprising Silver Award of the FIABCI Prix d'Excellence Germany for the silent green - were also the funding commitments for three exhibition projects in the upcoming year, which we are incredibly excited about: With The Garden. Cinematographies of the Earth, we want to make the work of artist, activist and filmmaker Derek Jarman tangible; M_Dokumente looks at the wild life of West Berlin's music and art scene in the 1970s/1980s and focuses on the explicitly female perspective of the bands Mania D., Malaria! and Matador; and the exhibition of the project Cohabitation rethinks the solidary coexistence of human and non-human living beings in urban spaces.

We wish you a restful holiday season and are looking forward to seeing you again in 2021!
Your silent green

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