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Liebe Freund*innen des silent green,

ein weiteres Pandemiejahr geht dem Ende zu, ein weiteres Jahr der Neuorientierung für die Kultur, der Improvisation, der Kompromisse und des Umdenkens. Es lässt uns kreativ sein und stets dankbar für das, was ist, dieses eher unmittelbare Arbeiten ohne längerfristige Perspektive. Umso mehr genießen wir Momente wie diesen wunderbar intensiven und kulturell reichhaltigen Sommer, der uns ab Juni aus dem Pandemieschlaf riss. Doch es bringt auch auf vielen Ebenen Einschränkungen und Verluste mit sich, die nicht nur unglaublich erschöpfend, sondern nachwievor existenzbedrohend sind. So viele Veranstaltungen wie verschoben werden, können gar nicht nachgeholt werden. Auch kulturelles Leben zukünftig nur noch draußen und in den Sommermonaten stattfinden zu lassen, ist keine Option. Wir wünschen euch, uns, allen Künstler*innen und Kulturschaffenden also, dass 2022 noch ein Stück mehr Stabilität und Planungssicherheit bringt und wir gemeinsam dafür sorgen können, dass der Raum für kulturellen Austausch und Vernetzung, freies, konstruktives Denken und die Umsetzung von Ideen nach und nach zurückerobert werden kann.

Von Herzen danken wir all unseren Gästen, die unser Haus belebt, bereichert, unterstützt und die ein oder andere schöne Stunde mit uns hier verbracht haben sowie unseren Partner*innen für den anhaltend inspirierenden Austausch und die tolle Zusammenarbeit.

Während die erste Hälfte des Jahres noch von Lockdown und dem Hoffen auf bessere Zeiten geprägt war, konnten wir sie zumindest nutzen, um verschiedene Draußen-Formate für die warme Jahreszeit auszuarbeiten und uns für die Vielzahl verschobener Veranstaltungstermine und einen dicht gepackten Sommer zu wappnen. Parallel dazu funktionierte unsere Betonhalle weiterhin optimal für Drehs und Aufzeichnungen des Formats der Stunde: Der digitalen Kulturveranstaltung. Kurzfristig konnte bis Mitte März die Ausstellung Rendering Refusal der transmediale mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept und in hybridem Format stattfinden, dann erstmal eine ganze Weile nichts mehr. Umso größer war die Freude, dass wir mit einem Herzensprojekt, der Ausstellung Cohabitation – Ein Manifest für Solidarität von Tieren und Menschen im Stadtraum von ARCH+ in Kooperation mit silent green ab dem 4.6. endlich wieder unsere Türen weit öffnen und in die neue Saison des kulturellen Erlebens starten konnten. Die Berlinale kam erstmalig mit einem Summer Special und Open Air Screenings in unseren Innenhof und auf unserer blühenden Wiese begannen sich die Besucher*innen der vielen wunderbaren Picknickkonzerte zu tummeln. Mit unserem lang vorbereiteten Projekt The Garden. Kinematografien der Erde, das sich mit einer Ausstellung, Filmscreenings und Talks dem Werk und Leben des britischen Filmemachers, Künstlers und Aktivisten Derek Jarman widmete, fand ab dem 22.7. ein für uns eindeutig besonderer Höhepunkt des Jahres statt. Der Sommer nahm seinen Lauf, der MARS-Garten öffnete fortan auch abends für Absacker und Rosmarin Fries zum Sonnenuntergang, sonntags gab es dort mit der Temporary Winery zudem ein Format für den genüsslichen Wochenendausklang bei Wein und DJ-Sets. Als letztes Draußen-Format holte die Reihe Multiverse noch zweimal spannende DJs zu gemütlichen Listening Sessions in unseren Innenhof. Im Spätsommer brachte das internationale literaturfestival berlin Literaturinteressierte aus aller Welt bei uns zusammen, machte die Ausstellung all the lonely people von Villa Aurora & Thomas Mann House die Erfahrung von Isolation und Einsamkeit in der Pandemie sichtbar, während sich im Oktober M_Dokumente mit einer Buchveröffentlichung, einer neuen Platte und Konzerten an einem langen Wochenende den All-Female-Bands Mania D., Malaria! und Matador und ihrer explizit weiblichen Sichtweise auf die West-Berliner Musik- und Kunstszene der späten 1970er und 1980er Jahre widmete. Es folgten u.a. das Jazzfest Berlin und ein Showcase anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Labels raster. Als letztes Highlight des Jahres entpuppte sich gerade noch völlig unverhofft dann unser erstes Open House Wochenende mit Wintermarkt, zu dem wir gemeinsam mit Mieter*innen und einigen tollen Projekten aus dem Kiez einluden und welches mit so viel Begeisterung angenommen wurde, dass wir uns bereits jetzt darauf freuen, dieses im nächsten Jahr zu wiederholen.

Was euch 2022 bei uns alles so erwartet, ist aufgrund der Unübersichtlichkeit der aktuellen Lage bisher nur begrenzt abzusehen. Zunächst sind für Januar einige Veranstaltungen des CTM Festivals geplant, im Februar die Ausstellung des Forum Expanded der Berlinale sowie Filmscreenings des Berlinale Forum und im März die MaerzMusik. An eigenen Projekten erwarten euch neben der Wiederaufnahme unserer Picknickkonzerte und Listening Sessions auch Veranstaltungen im Rahmen der Serie Female to Empower und die 3. Ausgabe unseres Future Soundscapes Festivals im September. Ganz besonders am Herzen liegt uns unser nächstes Ausstellungsprojekt, das bereits mitten in der Konzeption steckt und im Juni eröffnen soll: Das dritte Leben der Agnès Varda wird eine Werkschau der verstorbenen französischen Filmemacherin, Fotografin und bildenden Künstlerin und ihrer letzten Schaffensperiode sein, in der sie maßgeblich installative Arbeiten schuf.

Für den Moment verabschieden wir uns in eine kurze Feiertagspause, wünschen euch einen besinnlich-schönen Jahresausklang und freuen uns auf euch in 2022!
Euer silent green

Dear friends of silent green,

Another pandemic year is coming to an end, another year of reorientation for culture, of improvisation, compromise and rethinking. This rather immediate work without a long-term perspectiv made us being creative and always grateful for what we have. We enjoyed the special moments all the more, like this wonderfully intense and culturally rich summer, which snapped us out of our pandemic sleep from June onwards. But it also brings restrictions and losses on many levels, which are not only incredibly exhausting, but also continue to threaten existences. All the events that have been postponed can certainly not be made up for, and having cultural life take place only outside and in the summer months in the future is not an option either. So we hope that 2022 will bring you, us, all artists and cultural workers a little more stability and planning security, and that together we can ensure that the space for cultural exchange and networking, for free, constructive thinking and for the implementation of ideas can gradually be reclaimed.

From the bottom of our hearts, we would like to thank all our guests who have filled, enriched and supported our house and spent one or two pleasant hours with us here, as well as our partners for the continuing inspiring exchange and the great cooperation.

While the first half of the year was still marked by lockdown and hoping for better times, we were at least able to use it to work out various outdoor formats for the warm season and prepare ourselves for the multitude of postponed event dates and a densely packed summer. At the same time, our Betonhalle continued to function perfectly for shoots and recordings of the format of the hour: The digital event. At short notice, transmediale's exhibition Rendering Refusal took place with a carefully elabortated hygiene concept and in hybrid format until mid-March, then there was nothing for quite a while. All the greater was the joy that we felt when we were finally able to open our doors wide again and start the new season of cultural experience with a project very close to our heart, the exhibition Cohabitation - A Manifesto for Solidarity of Animals and Humans in Urban Space by ARCH+ in cooperation with silent green from 4 June onwards. The Berlinale came to our inner courtyard for the first time with a Summer Special and Open Air Screenings, and visitors to the many wonderful picnic concerts began to flock to our flowering lawn. With our long prepared project The Garden. Cinematics of the Soil, dedicated to the work and life of the British filmmaker, artist and activist Derek Jarman with an exhibition, film screenings and talks, we were so happy to realize a very special highlight of the year. The summer took its course, the MARS garden opened in the evenings for nightcaps and rosemary fries at sunset, and on Sundays there was the Temporary Winery for a nice end of the weekend chat with wine and DJ sets. As a final outdoor format, the Multiverse series twice brought exciting DJs to our courtyard for cozy listening sessions. In late summer, the international literature festival berlin brought together literature enthusiasts from all over the world, the exhibition all the lonely people by Villa Aurora & Thomas Mann House made the experience of isolation and loneliness in the pandemic visible, while in October M_Dokumente dedicated a long weekend to the all-female bands Mania D., Malaria! and Matador and their explicitly female perspective on the West Berlin music and art scene of the late 1970s and 1980s with a book release, a new record and concerts. This was followed, among many other things, by Jazzfest Berlin and a showcase on the occasion of the 25th anniversary of the label raster. The last highlight of the year turned out to be our first open house weekend with winter market, which we hosted together with some of our tenants and some great projects from the neighbourhood and which was so incredibly well received that we are already looking forward to hosting something similar again next year.

Due to the clutter of the current situation, it is indeed a litlle difficult to predict what events will take place in 2022. First of all, some events of the CTM Festival are planned for January, in February the exhibition of the Forum Expanded of the Berlinale as well as film screenings of the Berlinale Forum and in March MaerzMusik. In terms of our own projects, in addition to the resumption of our picnic concerts and listening sessions, you can also expect events as part of the Female to Empower series and the 3rd edition of our Future Soundscapes Festival in September. Particularly dear to us is our next exhibition project, which is already in the midst of conception and is scheduled to open in June: The Third Life of Agnès Varda will be a showcase of the work of the late French filmmaker, photographer and visual artist and her last creative period, during which she created significant installation works.

For the moment, we say goodbye for a short holiday break, wish you beautiful end to the year and look forward to seeing you in 2022!
Yours silent green


Überblick über kommende Veranstaltungstermine
Information on our upcoming programme

8.1. Historische Führung

11.1. Manchester Orchestra
Konzert wurde verschoben / The concert has been postponed

14.1. Sofiane Parmart Konzert wurde verschoben / The concert has been postponed

19.–23.1. CTM Festival 2022: Modular Organ System I Betonhalle

21.1. CTM Festival 2022: Eröffnung Vorspiel 2022 I Betonhalle

22.1. Historische Führung

26.1. RundfunkchorLounge I Konzert I Kuppelhalle

28.–30.1. CTM Festival 2022: Andrius Arutiunian Incantations I Soundinstallation I Kuppelhalle

31.1. CTM Festival 2022: 40 years of Touch I Konzerte I Kuppelhalle

9.2. Eröffnung Ausstellung Forum Expanded I Betonhalle

 

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