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Logo silent green Kulturquartier mit Link zur Startseite 13. Oktober 2017

Liebe FreundInnen des silent green,

am 24. Oktober stellt der Kulturwissenschaftler Thomas Macho im Gespräch mit Svenja Flaßpöhler (Deutschlandfunk Kultur) seine Thesen zum „Suizid in der Moderne" vor. Zu einer Lesung von Ich bin mal eben wieder tot mit Nicholas Müller, dem Frontmann der Band von Brücken, laden wir Sie am 2. November ein.

Und wer noch mehr über Ideologie, Technik und Bildsprache der Sterbekultur wissen möchte, der ist herzlich zu unseren historischen Führungen durch das ehemalige Krematorium Wedding eingeladen.

Viel Spaß!

+++

Dear friends of silent green,

On October 24, Thomas Macho, director of the International Research Center for Cultural Studies, will present his theses on „Suicide in Modernity". On November 2, you are invited to join Nicholas Müller for a reading of his book I
ch bin mal eben wieder tot.

If you want to learn even more about ideology and symbolism of death, you should join one of our guided tours through the former crematorium Wedding.

Have fun!

Thomas Macho: Das Leben nehmen, 24.10. (German only)

24. Oktober 2017
Thomas Macho: Das Leben nehmen
Suizid in der Moderne
präsentiert vom Suhrkamp Verlag


„Der Selbstmord", schrieb Walter Benjamin in seinem Passagen-Werk, erscheint „als die Quintessenz der Moderne". Und in der Tat: Nachdem der Versuch, sich das Leben zu nehmen, über Jahrhunderte als Sünde oder Ausdruck einer psychischen Krankheit betrachtet, in einigen Ländern sogar strafrechtlich sanktioniert wurde, vollzieht sich seit dem 20. Jahrhundert ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der eigene Tod gilt immer häufiger als „Projekt", das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist. Wer sich das Leben nimmt, will es nicht mehr nur auslöschen, sondern auch ergreifen und ihm neue Bedeutung geben.

Thomas Macho erzählt die facettenreiche Geschichte des Suizids in der Moderne und zeichnet dessen Umwertung in den verschiedensten kulturellen Feldern nach: in der Politik (Suizid als Protest und Attentat), im Recht (Entkriminalisierung des Suizids), in der Medizin (Sterbehilfe) sowie in der Philosophie, der Kunst und den Medien. Er geht zurück zu den kulturellen Wurzeln des Suizids, liest Tagebücher, schaut Filme, betrachtet Kunstwerke, studiert reale Fallgeschichten und zeigt insbesondere, welche Resonanzeffekte sich zwischen den unterschiedlichen Freitodmotiven ergeben. Seine Diagnose: Wir leben in zunehmend suizidfaszinierten Zeiten.

Dienstag, 24. Oktober 2017
Kuppelhalle im silent green
Beginn: 20 Uhr
Eintritt frei

Nicholas Müller: Ich bin mal eben wieder tot, 2.11. (German only)

2. November 2017
Nicholas Müller
Ich bin mal eben wieder tot
Lesung


Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor? Nicholas Müller, ehemaliger Frontmann der Band Jupiter Jones, jetziger Frontmann der Band von Brücken, kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song Still ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch Ich bin mal eben wieder tot erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst und über seine Umwege aus der Krankheit.

Auf seiner großen Lesereise schaut Müller auch im silent green vorbei. Man munkelt, dass er auch seine Gitarre im Gepäck haben wird.

Donnerstag, 2. November 2017
Beginn: 20 Uhr
Kuppelhalle im silent green

Tickets

Historische Führungen (German only)

Historische Führungen
Vom Krematorium zum Kulturquartier


Das ehemalige Krematorium Berlin-Wedding gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden in Berlin und spiegelt die Stadtgeschichte auf einzigartige Weise wider. Zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium der Stadt erbaut, zeugt das Gebäude seit über einem Jahrhundert vom Wandel der Bestattungskultur in Deutschland. Als das leer stehende Gebäude vom Berliner Senat zum Verkauf ausgeschrieben wurde, erhielt das silent green Kulturquartier Anfang 2013 den Zuschlag. Nach einer umfassenden Sanierung durch silent green bis 2015 in enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Denkmalschutz, hat das unabhängige Projekt hier seine Heimat gefunden.

Über das denkmalgeschützte Gebäude ist im Juni eine Publikation erschienen, die in unserer Gastronomie MARS und im Buchhandel erhältlich ist: Der reich illustrierte Katalog silent green. Vom Krematorium zum Kulturquartier von Jutta v. Zitzewitz (14,90 €).

Die nächsten Termine:
Samstag, 14.10., 14 Uhr
Freitag, 20.10., 16 Uhr

Anmeldung

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