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Logo silent green Kulturquartier mit Link zur Startseite 31. Januar 2019

Pressemitteilung 
Eröffnung der „Betonhalle“ im silent green
6. Februar 2019
 

Das silent green Kulturquartier ist ein neuer Veranstaltungsort und ein unabhängiges Projekt, das in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Krematoriums Wedding seine in Berlin einzigartige Heimat gefunden hat. Das denkmalgeschützte Gebäude spiegelt die Stadtgeschichte auf besondere Weise wider: Zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium der Stadt erbaut, zeugt das Gebäude seit über einem Jahrhundert vom Wandel der Bestattungskultur in Deutschland. 

silent green Kulturquartier

Als das seit 2002 leerstehende Gebäude vom Berliner Senat zum Verkauf ausgeschrieben wurde, erhielt das silent green Kulturquartier Anfang 2013 mit dem Konzept der kulturellen Umnutzung den Zuschlag. Ziel der umfassenden Sanierung des Altbaus (2013–2015) in enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Denkmalschutz war es, dem Gebäude die architektonische Grundlage für eine neue Nutzung zu verleihen, ohne es seiner historischen Dimension und baulichen Prägnanz zu berauben.

In privater Trägerschaft versteht sich das durch Jörg Heitmann und Bettina Ellerkamp gegründete Kulturquartier heute als geschützter Raum, in dem gedacht, geforscht und experimentiert werden kann. Grenzen einzelner künstlerischer Disziplinen sollen verschoben werden, um sie zu neuen, hybriden Formen zu verknüpfen. Die Grundlage für diese interdisziplinäre Arbeit hat das silent green nicht nur mit seiner Programmarbeit, sondern auch mit der Auswahl der einzigartigen Mietergemeinschaft gelegt: In 13 Einheiten werden auf 6000 Quadratmeter rund 100 Kreative zusammengeführt. Darunter sind mit Institutionen wie dem Musicboard Berlin, dem unabhängigen Kunstraum SAVVY Contemporary, dem Harun Farocki Institut und dem Filmarchiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. wesentliche Berliner Akteure für die Schwerpunkte Bewegtbild, Musik und Bildende Kunst versammelt.

Das silent green wird nun um die ehemalige unterirdische Leichenhalle erweitert, die in den 1990er Jahren unter dem Eingangsbereich erbaut wurde. Seit 2017 dauert der Umbau dieser 1.600qm großen „Betonhalle“ zur Konzert-, Ausstellungs- und Veranstaltungshalle an, die das Projekt der Umnutzung vervollständigt. Mit der Fertigstellung im Frühjahr 2019 wird es nun erstmalig möglich, medienübergreifende Ausstellungen und Produktionen größeren Zuschnitts aus den Bereichen Film, Musik und Diskurs im silent green durchzuführen, mit einer Kapazität von bis zu 1.000 Personen. 

Film Feld Forschung 

Hier wird u.a. die 2016 gegründete gemeinnützige GmbH silent green Film Feld Forschung tätig werden, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Audiovisuellen erprobt und gestaltet. Die riesigen fensterlosen Flächen der Betonhalle sind prädestiniert für die Projektion von Film- und Video-Installationen. Ein Studiokino wird es zudem ermöglichen, im Rahmen von Ausstellungen nicht nur digitales, sondern auch analoges Filmmaterial zu zeigen, um der historischen Dimension des Films und seiner Aufführungspraxis gerecht zu werden.

Die ehemalige Zufahrt der Betonhalle wurde durch einen Neubau übertunnelt, der auf 300 qm Platz für fünf Atelier-Räume bietet. Im Zusammenspiel von Altbau, Betonhalle und Atelierhaus soll so ein großflächiger kreativer Campus entstehen, der die Produktion einer künstlerischen Arbeit ebenso ernst nimmt wie ihre Präsentation und Diskussion. 

Das silent green ist auch eine Reaktion auf die zunehmende Verdrängung und auf das Verschwinden von künstlerischen und kulturellen Freiräumen in Berlin. Durch das zunehmende Interesse, das dem Wedding als direktem Nachbarn des Regierungsviertels in der Immobilienbranche zukommt, werden auch hier Räume für Kunst und Kultur, Ateliers und Studios verdrängt, wie u.a. der Abriss der Kultur- und Club-Location Stattbad Wedding gezeigt hat.

Als freie Spielstätte und unabhängiger Standort für Kunst und Kultur nutzt das silent green seine Veranstaltungsflächen daher nicht nur für eigene Projekte und Kooperationen mit den Partnern vor Ort, sondern öffnet diese projektgebunden auch für Dritte. Auf diese Weise soll ein Ort der übergreifenden Begegnung und Teilhabe entstehen, in dem sich Netzwerke und Kommunikationsräume zwischen Praxis und Theorie, Forschung und Anwendung bilden können. Ziel ist, in Berlin Wedding eine nachhaltige kreative Infrastruktur aufzubauen, die fest in der Nachbarschaft verankert ist und zugleich kultureller Anziehungspunkt über den Bezirk hinaus ist. 
 

14. Forum Expanded

Das silent green freut es besonders, die Betonhalle mit dem 14. Forum Expanded zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Rahmen der 69. Berlinale wird dort eine umfangreiche internationale Bewegtbildausstellung gezeigt, ergänzt um weitere Ausstellungsflächen bei den direkten Nachbarn Galerie Ebensperger Rhomberg und Luxoom Lab. Die Ausstellung wird über die Berlinale hinaus, vom 6. Februar bis 9. März, zu sehen sein. 

Die Kuppelhalle wiederum wandelt sich in dieser Zeit in ein Werkstattkino: Vom 8. bis 17. Februar werden hier täglich in drei Vorstellungen Filme der Sektionen Forum und Forum Expanded gezeigt.

Im Rahmen der Berlinale findet am 6. Februar ein Presserundgang durch die Gruppenausstellung „ANTIKINO (The Siren’s Echo Chamber)“ des Forum Expanded in der Betonhalle statt, durchgeführt vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V. 
In Anwesenheit der Kurator*innen und Jörg Heitmann.
Anmeldung erfolgt bitte bei: Nina Eckhardt (expandedpresse@arsenal-berlin.de)

 

Kontakt: 
silent green Kulturquartier | Merlind David | merlind.david@silent-green.net | +49 30 120 822 115

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