Pole & Rainer Kohlberger (AV) + Masha Dusapin

silent green präsentiert

Tempus A/V-Live-Set
Tempus (bedeutet „die Zeitform einer Verbgruppe ist die Form, die in der Regel anzeigt, ob man sich auf die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft bezieht") betrachtet den Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und ist, erklärt Betke, „... eine natürliche Entwicklung zum letzten Album. Eine, die weiter geht und noch komplexer ist." Es ist ein natürliches Thema für Betke, weil die gesamte Arbeit von Pole eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufweist. Sein Katalog gleitet über Ambient, Dub, Jazz, Glitch und Electronica und zeigt sich auf jedem Album eindeutig einzigartig.
Die Präsenz von Dub in Betkes eigenwilligem Rahmen der elektronischen Musik ist eine Konstante, aber auf Tempus nimmt der Dub eine zusätzliche Rolle ein. Die Dub-Effektgeräte verzögern den Klang und halten ihn einen Schritt hinter der Gegenwart, bevor er wieder in einem nebligen Nachhall verschwindet. Das Tempo, der Klang und das Echo der Dub-Effekte durchqueren die Essenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Album. Es ist auch eine der am stärksten am Jazz orientierten Platten in Betkes Karriere, aber angesichts seiner Neigung, Dinge originell zu machen, ist es eine dekonstruierte, mutierte und manipulierte Form des Jazz.

Rainer Kohlberger ist ein in Österreich geborener unabhängiger Visual Artist und Filmemacher, der in Berlin lebt. Seine Arbeit basiert hauptsächlich auf algorithmischen Kompositionen mit einer reduktionistischen Ästhetik, die von Flächigkeit, Drones und Interferenzen beeinflusst ist. In seinen Arbeiten gibt es immer eine Schicht von Geräuschen, die ihn als ein Gefühl der Unendlichkeit fasziniert, die sowohl die endgültige als auch die unweigerlich diffuse Abstraktion ist. In seinen Filmen, Installationen und Live-Performances kommen die höchsten Formen der Intensität zum Tragen.

Masha Dusapin (aka Maria Panova) macht experimentelle elektronische Musik und verwendet dafür Field Recordings, Spoken Word und modulare Synths. Ursprünglich aus Weißrussland stammend, lebt und arbeitet sie seit sieben Jahren in Berlin. Masha ist eine multidisziplinäre Künstlerin, Architektin, Gründerin und Kuratorin des experimentellen Musikprojekts Lärmhaus Berlin Community. Ihre Arbeit zeichnet sich durch atmosphärische Texturen und komplexe rhythmische Muster aus, die von natürlichen Landschaften und ihrem architektonischen Hintergrund inspiriert sind. 

 

Mittwoch, 25. September
Betonhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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