Arsenal Raumgeben: killer.berlin.doc
Das Kino Arsenal startete mit dem Eröffnungsprogramm Raumgeben eine langfristig angelegte Serie von Film- und Diskussionsveranstaltungen, in deren Zentrum die Frage nach der Rolle von Kinos und anderen Kulturorten in der politischen und gesellschaftlichen Gegenwart steht.
Sie wird monatlich in Zusammenarbeit mit wechselnden Institutionen und Initiativen fortgeführt. Im Juni ist das silent green mit einem Beitrag zu Gast.
Im Rahmen von Raumgeben wird am 1. Juni im neuen Kino Arsenal killer.berlin.doc (D 1999) von Bettina Ellerkamp und Jörg Heitmann gezeigt.
Anschließend folgt ein Gespräch mit den beiden Filmemacher*innen und Daniel Wesener (Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und Sprecher für Kulturfinanzierung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) über Stadtentwicklung und Kultur seit dem Mauerfall. Moderiert wird das Gespräch von der Kulturwissenschaftlerin Annette Maechtel, die sich in ihrer Forschung mit Berlin als einem politischen und diskursiven Raum befasst.
Montag, 1. Juni
Kino Arsenal
Beginn: 20 Uhr
Tickets
killer.berlin.doc
Bettina Ellerkamp und Jörg Heitmann
D 1999 74‘
In dem Wunsch, vom eigenen Leben in einer sich wandelnden Stadt zu erzählen, entschließen sich im Mai 1998 zehn Personen, ihr Leben in Berlin für 14 Tage zur Fiktion zu machen. Sie spielen ‚Killer‘, ein Spiel, in dem niemand vom anderen weiß und jeder sowohl Täter als auch Opfer ist. Der Auftrag lautet, eine vorgegebene, aber den Spieler*innen vorher unbekannte Person ausfindig zu machen und sich den perfekten ‚Mord‘ für das ‚Opfer‘ auszudenken. In dem Wissen, dass zur selben Zeit auch jemand den eigenen Spuren folgt, begeben sich die Spieler*innen auf die Suche nach der unbekannten Person. „killer.berlin.doc ist ein vielfältig gebrochener Dokumentarfilm mit fiktiven Elementen, ein subjektiver Künstlerporträtfilm, ein selten schöner Architekturfilm über Berlin im Wandel, ein mehrstimmiges Tagebuch über zwei Wochen im Mai 1998. Ästhetisch überzeugend verbindet das Filmemacherkollektiv die verschiedenen Aufnahmetechniken […]. Berlin ist hier gleichzeitig blaustichige Traumlandschaft, Projektion unterschiedlicher Wünsche, ein Wirrwarr unterschiedlichster Architekturen.“ (Detlef Kuhlbrodt)