Avant Art Festival Berlin: Rożynek, Korzeniecka, Janicki, Papior + Antonina Nowacka + Drew McDowall & Pedro Maia (A/V)

Die Polish Art Week / 7. Avant Art Festival 2026 Berlin ist ein interdisziplinäres Programm, das sich zeitgenössischen experimentellen Praktiken in Musik, Performance und audiovisueller Kunst widmet. Die diesjährige Ausgabe bringt Künstler*innen aus Polen sowie aus internationalen unabhängigen Szenen zusammen und präsentiert Projekte, die auf Zusammenarbeit, Improvisation und der Überschreitung von Genregrenzen basieren.

Neben Konzerten und Performances umfasst das Festival auch Bildungsangebote und gemeinschaftsorientierte Veranstaltungen. Kultur wird dabei als Raum für Begegnung, Austausch und kollektive Erfahrung verstanden.

 


Im Rahmen des Festivals treten am 25. Juni die folgenden Künstler*innen bei uns im silent green auf:

19:00–19:45: Rożynek, Korzeniecka, Janicki, Papior (PL)
20:00–20:45: Antonina Nowacka
21:00–21:45: Drew McDowall & Pedro Maia (A/V)


Rożynek, Korzeniecka, Janicki, Tymek Papior (PL)
Dieses kollaborative Projekt vereint Künstler*innen aus den Bereichen zeitgenössische Komposition, Improvisation, elektroakustische Musik und experimentelles Sounddesign. Durch die Kombination akustischer Instrumente, Elektronik, präparierter Objekte und digitaler Klangbearbeitung entsteht ein vielschichtiges Gefüge zwischen Spontaneität und kompositorischer Präzision. Tymek Papiors markanter Ansatz – geprägt von modifizierten Instrumenten, Field Recordings, verzerrter Elektronik und Improvisation – trägt zu einer Klangsprache bei, die auf Textur, Spannung und multidimensionalem Hören basiert.

Teoniki Rożynek
Komponistin, geboren 1991 in Krakau. Sie lebt in Warschau. Sie komponiert Instrumental-, elektroakustische und elektronische Musik. Sie spielt Violine, Elektronik und arbeitet mit recycelten bzw. gefundenen Materialien („waste“). Ihre Werke wurden auf zahlreichen Festivals aufgeführt, darunter Warsaw Autumn, Musica Electronica Nova, Sacrum Profanum, Unsound, Containerclang (Köln) sowie das Bedingo International Festival of Exploratory Music.

Dominika Korzeniecka
Schlagzeugerin, Autodidaktin. Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie mit dem Zentrum „Borderland of Arts, Cultures and Nations“ in Sejny verbunden. Sie ist Mitbegründerin der Sejny Jazz Cooperative, wo sie mit Musiker*innen wie Mikołaj Trzaska, Wacław Zimpel, Raphael Rogiński und Hubert Zemler zusammenarbeitet, ebenso wie mit dem Label LADO ABC. Sie ist Schlagzeugerin des Klezmer Orchestra of the Sejny Theatre sowie der Gruppen Ejbikie Mame, Tania O, Pochwalone und Banda Dzeta.

Qba Janicki
Komponist, Multiinstrumentalist und Produzent aus der lebendigen Kunstszene rund um den MÓZG club. In den vergangenen 17 Jahren trat er in ganz Europa und darüber hinaus auf und arbeitete mit visionären Künstler*innen wie Roscoe Mitchell, Jerzy Mazzoll, Sławek Janicki, Tomasz Sroczyński, Toshinori Kondo, Peter Brötzmann, Mats Gustafsson, Teoniki Rożynek und Grischa Lichtenberger zusammen.

Tymek Papior
Multiinstrumentalist, Komponist und Produzent. Mit einem Arsenal präparierter Instrumente – darunter ein modifiziertes Schlagzeug, die Harfe seiner jüngeren Schwester, ein kaputtes Akkordeon und Lo-Fi-Field-Recordings – erweitert Tymek Papior seine einzigartigen akustischen Klanglandschaften und kontrastiert sie mit stark verzerrten, rohen digitalen Sounds und Synthesizern. Dabei verbindet er elektroakustisches Sounddesign und Improvisation zu Kompositionen voller unterschiedlicher Texturen und Räume. Besonders hörbar ist dieser Ansatz auf seinen Soloalben Rugs/Carpets (2024), sowie WSPÓLNA SPRAWA LP (2026).


Antonina Nowacka (PL)
Antonina Nowacka ist Sängerin, Komponistin und Soundkünstlerin. Ihre Arbeiten erforschen die Beziehung zwischen Stimme, Raum, Resonanz und dem Hören von Umweltklängen. Zwischen experimenteller Musik, minimalistischer Komposition und intuitiven Gesangspraktiken erschafft sie immersive Klangräume aus geschichteten Harmonien, erweiterten Stimmtechniken und subtilen akustischen Texturen. Ihre Performances entwickeln sich zu atmosphärisch dichten Erfahrungen zwischen meditativer Abstraktion und körperlich erfahrbarem Hören.


Drew McDowall & Pedro Maia (USA/PT)
Drew McDowall und Pedro Maia präsentieren eine audiovisuelle Live-Performance, die auf McDowalls aktuellem Album A Thread, Silvered and Trembling basiert. Als prägende Figur der experimentellen Musik und ehemaliges Mitglied der legendären Gruppen Psychic TV und Coil entwickelt McDowall seit Jahrzehnten eine einzigartige Klangsprache zwischen modularer Elektronik, elektroakustischer Komposition und psychedelischer Abstraktion. Seine Musik entfaltet sich in vielschichtigen Texturen, fragmentierten Samples und sich ständig verschiebenden harmonischen Spannungen, die Intimität mit kosmischer Weite verbinden.

In Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Filmemacher Pedro Maia entstand eine Performance, die McDowalls immersive Klanglandschaften mit Maias analoger und medienübergreifender Bildpraxis verbindet. Klassische Filmtechniken verschmelzen dabei mit zeitgenössischen Experimenten des bewegten Bildes. Gemeinsam erschaffen sie ein hypnotisches audiovisuelles Erlebnis zwischen Halluzination, Ritual und filmischen Traumzuständen.

 

Donnerstag, 25. Juni
Kuppelhalle
Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19 Uhr
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