Franka Marlene Foth & Verlag

silent green präsentiert

Fragile: Eine Soundinstallation von Simone Antonioni
Franka Marlene Foth zeigt Rear Window – Eine Performance, die sich durch Klang, Ausdruck und Atmosphäre entfaltet und durch eine zugleich scharfe wie fließende Körpersprache geprägt ist.
MILYMA (live) eingeladen von Verlag
FMKF: Bass
 


Fragile
Fragile ist eine Soundinstallation von Verlag, räumlich inszeniert und gemischt von Simone Antonioni für eine ortsspezifische, immersive Lautsprecherinstallation. Die Arbeit setzt sich aus den Tracks der von Verlag veröffentlichten Compilation FRAGILE zusammen. Die einzelnen Stücke werden in ihre ursprünglichen Stems zerlegt und im Raum verteilt, wodurch eine etwa einstündige Klanglandschaft entsteht. Das Publikum kann die Arbeit liegend auf Kissen innerhalb des Soundraums erleben.

Vollständige Liste der Mitwirkenden:
Biosim, Swell (Laura Marie Madsen), Bungalovv, Borusiade, Jakub Kubica, Mari 3000, Alberto Boni, Hannah Archmbaut, Daniel Cherney, Alie, Imaginary Part, Carlos Villamizar, Onirologia, Avalon Nights.


Simone Antonioni
Simone Antonioni ist ein in Berlin lebender Künstler, der elektronische Musik veröffentlicht, künstlerische Publikationen herausgibt und Sounddesign produziert. Aktiv in der Berliner Szene, tritt er regelmäßig im Roten Salon der Volksbühne auf. Zudem kuratiert er Veranstaltungen mit dem Label Verlag – einer Plattform für Musikkuration, Literatur und Mode, die er 2020 gemeinsam mit Johanna Nothroff gegründet hat. Verlag fungiert sowohl als Musiklabel als auch als digitales Archiv für Projekte und Events. 

Seine Veranstaltungsreihe Verlag Vault präsentiert Soundkünstler*innen aus dem Umfeld experimenteller elektronischer Musik sowie in Berlin ansässige Lichtdesigner*innen. Als Sounddesigner arbeitet er unter anderem für Modehäuser und Medien. 2024 erhielt er beim ASVOFF 16 Festival in Paris den Preis für das „Best Sound Design“ für seine Arbeit an Tyra Galievas Kurzfilm Work drains my soul, but I love it.


Franka Marlene Foth: Rear Window
Ich lebe im 27. Stock eines Apartmenthauses in der Innenstadt, mit teilweisem Blick auf den Fluss. Spontane Gesten stehen neben kontrollierten Kompositionen. Auf der schwach beleuchteten Bühne tritt ein*e Performer*in hervor. Jede Bewegung ist zugleich scharf und fließend. Durch Klang, Geste, Mimik und Atmosphäre entfaltet sich eine Performance, die eine sinnliche Landschaft entstehen lässt, in der Bedeutung ebenso sehr gefühlt wie gesehen wird. Erinnerung erscheint als etwas Formbares und Fluides und erlaubt es einer konstruierten Vergangenheit, im gegenwärtigen Moment emotionale Wahrheit anzunehmen.

Konzept, Szenografie und Performance: Franka Marlene Foth 
Soundtrack: Malibu


Franka Marlene Foth
Franka Marlene Foth ist Artistic Director und Choreografin und arbeitet an der Schnittstelle von Live-Performance, Film und installativer Kunst. Aus Berlin stammend, bewegt sich ihr vielfach ausgezeichnetes Werk durch den Bereich der Hochkultur, getragen von der Vision einer facettenreichen Künstlerin, die sich gängigen Zuschreibungen an Identität und Kreativität entzieht. Ihr Ziel ist es, einen Dialog zu schaffen, der die Wahrnehmung von Bewegung in poetische Narrative verschiebt. Ihre künstlerische Praxis als Movement- und Artistic Director sowie ihre über zehnjährige Erfahrung in Kunst, Mode und Film finden Ausdruck sowohl in performativen als auch in kommerziellen Formaten. Ihre Ästhetik vereint ein präzises Gespür für das Visuelle mit expressiver Kunstpraxis und einer unverwechselbaren, eklektischen Haltung, die von dramatischen Extremen lebt. Mit ihrer Spezialisierung auf die Regie der Mise-en-scène und die Umsetzung kreativer Visionen versteht sie sich als Initiatorin, die kulturelle und soziale Inhalte durch einen neu definierten, szenografischen Kontext transformiert und sinnlich erfahrbar macht.

Sie ist Gründerin des Künstlerinnenkollektivs FMKF, das sich zunehmend zu einem Kreativstudio an der Schnittstelle von Kunst und Kultur entwickelt. Mit einem Ansatz, der auf konventionelle narrative Strukturen verzichtet, verkörpert FMKF die besonderen Synergien geteilter Denkweisen, die den kollaborativen Prozess kinetisch aufnehmen. So werden die Poesie des Tanzes und die athletische Kraft der Tänzerinnen sichtbar.

Die genreübergreifenden Kreationen und choreografischen Arbeiten des Kollektivs umfassen Film, Video, Installationen und Live-Performances und sind bekannt für ihre starke auditive und visuelle Wirkung.


MILYMA
Milena Mayordomo ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die unter dem Namen MILYMA auftritt. Mit 9 begann sie ihre klassische Klavierausbildung am Konservatorium Bern und entwickelte mit fünfzehn ein Interesse an Musiksoftware. Mit achtzehn erwarb sie ihren ersten Synthesizer und Looper – der Beginn ihrer Arbeit im Bereich elektronischer Musik.

Heute ist sie als Solokünstlerin aktiv und entwickelt einen abstrakten R&B/Pop-Sound, der Synthesizer, Looper, Klavier und englischsprachigen Gesang miteinander verbindet.

Ihre künstlerische Praxis geht über das rein Klangliche hinaus: Musik und visuelle Gestaltung sieht sie als untrennbare Einheit. Nach dem Abbruch ihres Modedesign-Studiums widmete sie sich zwar vollständig der Musik, Mode ist jedoch bis heute ein zentrales Element ihres kreativen Prozesses und prägt ihre Musikvideos, Performances und künstlerische Identität – mit einem besonderen Fokus auf immersive audiovisuelle Erfahrungen.


FMKF: Bass
dB misst die Intensität des Schalldrucks – eine Kraft, die das Auto zugleich zum Mittelpunkt und zur Klangquelle macht. Die Tänzer*innen von FMKF reagieren auf das basslastige Soundsystem und übersetzen den immersiven Klang in raumgreifende Bewegung und präzise Choreografie von Franka Marlene Foth.

Regie und Choreografie: Franka Marlene Foth
Performance by FMKF: Amalie Stitz, Marharyta Pasliadovich, Yi-Wei Tien

 


Verlag ist eine in Berlin ansässige Plattform für Musikkuration und künstlerische Projekte mit einem Schwerpunkt auf Klang, Literatur und Mode.

Der Katalog umfasst rund 40 Veröffentlichungen aus Musik und Design und repräsentiert Künstler*innen mit einer in der Musik verankerten, multidisziplinären Praxis.

 

Donnerstag, 5. Februar
Betonhalle
Einlass/Beginn: 19 Uhr
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