Lucrecia Dalt pres. A Danger to Ourselves + Jonathan Castro (Live-Set)

silent green präsentiert

Lucrecia Dalt
Lucrecia Dalt (Pereira, Kolumbien) hat sich einen unverwechselbaren Platz in der zeitgenössischen Musik erarbeitet. Nachdem ihre ersten Aufnahmen über das kolumbianische Kollektiv Series veröffentlicht wurden, steuerte Dalt 2008 einen Beitrag zur Compilation 4 Women No Cry des Labels Monika Enterprise bei – ihr Eintritt in die internationale Musikszene. Nach Umzügen von Medellín über Barcelona bis nach Berlin entwickelte sich ihr Sound zunehmend in abstrakte Richtungen.

Jetzt kehrte Dalt mit A Danger to Ourselves zurück, ihrem bislang persönlichsten und klanglich ambitioniertesten Werk. Das Album entstand aus fragmentarischen Notizen, die Dalt während Tourneen und in den frühen Tagen einer neuen Beziehung niederschrieb – intime Gedanken, die sie 2024 in musikalische Kompositionen verwandelte.

In enger Zusammenarbeit mit dem Percussionisten Alex Lázaro entwickelte Dalt Stücke, deren Musikalität aus dem Zusammenspiel von Basslinien, Beats und texturalen Details entsteht. Klanglich entfaltet sich das Album wie ein tief persönliches Gespräch: Dalts Stimme steht – eindringlich und kraftvoll – im Vordergrund, getragen von einer Mischung aus akustischer Orchestrierung und elektronischer Verarbeitung, collagierten Percussionmustern und einem geschätzen Kreis von Mitwirkenden.


Jonathan Castro
Jonathan Castro Alejos (Lima, PE) ist ein in Rotterdam lebender Grafikdesigner und multidisziplinärer Künstler, der in den Bereichen Klang, Video, Installation und Performance arbeitet. Seine Praxis bewegt sich zwischen dem Realen und Fiktionalen, wobei er gesammelte gesammelte Rohmaterialien mit unterschiedlichen Qualitäten und Identitäten zu Oberflächen, Objekten, visuellen Sprachen und Klanglandschaften zusammensetzt und wieder demontiert.

Seine Arbeit entfaltet sich durch Prozesse der Akkumulation, des Verfalls und der Übersetzung, bei denen aufgezeichnete Umgebungen, visuelle Fragmente und tonale Rückstände mehr als Materialien denn als Repräsentationen behandelt werden. Looping-Strukturen treten als instabile polyrhythmische Systeme auf, die zwischen Kohärenz und Zufall flimmern. Anstatt Kontrolle auszuüben, erforscht er die Grenzen hardwarebasierter Prozesse, sodass Sequenzen sich entwickeln, beeinflussen und teilweise der Intention entziehen können. 

2023 veröffentlichte er Radiance Loops, eine Sammlung von Field Recordings, aufgenommen in post-industriellen und verlassenen Gebieten zwischen Amsterdam und Lima, parallel entwickelt zu einem kollaborativen Modeprojekt mit Edwin Europe. Castro Alejos war Gründer der Band The Satellite, mit der er Bühnen mit Sonic Youth und Deafheaven teilte. Als bildender Künstler hat er mit Labels und Plattformen wie PAN, AD93, Rewire Festival, Gang of Ducks, Dekmantel, FACT Magazine und Mannequin Records zusammengearbeitet und international Live-Visuals für die Auftritte von upsammy erstellt.

 

Dienstag, 19. Mai
Betonhalle
Einlass: 20 Uhr / Beginn: 21 Uhr
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