Rencontres Internationales Paris/Berlin
Die Rencontres Internationales Paris/Berlin kehren vom 5. bis 7. Juni nach Berlin ins silent green Kulturquartier zurück – mit einem dreitägigen Labor für Entdeckung und Reflexion, das zeitgenössischen Praktiken des bewegten Bildes gewidmet ist.
Nach der Ausgabe in Paris im November 2025 im Jeu de Paume, in der Maison Européenne de la Photographie und im Studio Bastille – Opéra national de Paris versammelt diese neue Berliner Ausgabe 118 Werke aus 47 Ländern – darunter 90 Deutschlandpremieren. Gezeigt werden dokumentarische Ansätze, experimentelle Fiktionen, Videos sowie hybride und multimediale Formen.
Ein Programm als Multiversum
Täglich kann das Publikum in der Betonhalle ein Programm entdecken, das sich über vier Vorführräume und eine Ausstellung erstreckt. Ergänzt wird es durch zahlreiche Veranstaltungen: Carte-blanche-Sessions, Sondervorführungen, Fokusprogramme, Performances, Podiumsdiskussionen und Gespräche – in Anwesenheit internationaler Künstler*innen und Gäste.
Zu den Highlights zählen zwei außergewöhnliche Carte-blanche-Programme: eines von Albert Serra – Gewinner des Goldenen Leoparden beim Locarno Film Festival, dessen radikale Filme mit hypnotischen Formen und visuellen Experimenten die Grenzen der Fiktion ausloten – sowie eines von Antoni Muntadas, einer zentralen Figur der internationalen Kunstszene und Pionier der Multimedia-Kunst. Letzteres umfasst die Installation On Translation: Warning und den Film Political Advertisement 1952–2024, die beide erstmals in Berlin gezeigt werden. Außerdem gibt es einen besonderen Fokus auf die Niederlande sowie neue oder jüngere Werke von Künstler*innen wie Broersen & Lukács, Sebastián Diaz Morales, Eva Giolo, Salomé Lamas, Leopold Emmen, Lisa Freeman, Melanie Manchot, Randa Maroufi, Lukas Marxt und Vanja Smiljanić, Uriel Orlow, Laure Prouvost, Pink Twins, Léonard Pongo und Maryam Tafakory.
Für diese Ausgabe wurde das Programm, kuratiert von den Gründer*innen und Leiter*innen der Rencontres Internationales Paris/Berlin, Nathalie Hénon und Jean-François Rettig, als Gefüge paralleler Themen und Korrespondenzen konzipiert. Durch ihre Bewegungen zwischen den vier Vorführräumen und dem Ausstellungsbereich vollziehen die Besucher*innen Übergänge. Eine thematische Kartografie ermöglicht es, Verbindungslinien zwischen Werken über verschiedene Räume und Screenings hinweg nachzuvollziehen.
So entsteht eine immersive Erfahrung, in der jeder Film und jedes Werk erst im Zusammenspiel mit anderen vollständig erfahrbar wird – sei es innerhalb einer einzelnen Vorführung oder übergreifend. Mehr als ein lineares Programm bietet diese Ausgabe einen Raum koexistierender Welten, dessen Erkundung eine aktive Praxis des Sehens erfordert.
Die gesamte Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und ist für alle kostenfrei.
Zum detailierten Programm geht es hier.
Freitag, 5. Juni bis Sonntag, 7. Juni
Betonhalle
5. Juni – Einlass: 18 Uhr / Beginn: 18 Uhr
6. Juni – Einlass: 13:30 Uhr / Beginn: 14 Uhr
7. Juni – Einlass: 13:30 Uhr / Beginn: 14 Uhr
Eintritt frei