Ryoko Ono + Hanno Leichtmann + Sergeant

silent green präsentiert

Ryoko Ono 
Ryoko Ono ist eine japanische Saxophonistin, Flötistin, Komponistin und Tonträgerkünstlerin, die sich auf improvisierte Musik sowie auf Werke für Saxophon und Elektronik spezialisiert hat. Sie bewegt sich stilistisch mühelos zwischen Blues, Jazz, Progressive Rock, Noise und avantgardistischer Musik.

Trotz dieser großen stilistischen Bandbreite bleibt ihr künstlerischer Ansatz stets unverwechselbar: Ihr Spiel zeichnet sich durch eine kraftvolle technische Präzision ebenso aus wie durch einen romantischen, ausdrucksstarken Ton. 

Hanno Leichtmann
Hanno Leichtmann ist ein Klangkünstler und Kurator aus Berlin, der für seine prägenden Beiträge zur elektronischen Musikszene sowie für die Konzeption und Organisation bedeutender Festivals bekannt ist. Sein Schaffen reicht von experimenteller Elektronik über Ambient bis hin zu Minimal Techno und zeichnet sich durch subtile Klangräume, feine rhythmische Strukturen und eine ausgeprägte Neugier für klangliche Forschung aus.

In den vergangenen zehn Jahren widmete sich Leichtmann verstärkt der Klangkunst auf Grundlage von Klangarchiven. Seine Arbeit Nouvelles Aventures wurde bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt präsentiert. Die Klanginstallation Skin, Wood, Traps, die während eines Aufenthalts in Wellington entstand, war im Haus der Kulturen der Welt zu sehen.

2018 entwickelte er während eines Stipendiums in der Villa Aurora eine sechskanalige Klanginstallation für Sasha Waltz & Guests, die noch im selben Jahr mit mit Tänzer*innen der Compagnie uraufgeführt wurde. 2021 schuf er mit SECULUM eine Klanginstallation und Audioarbeit zum 100-jährigen Jubiläum der Donaueschinger Musiktage, des ältesten und bis heute bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik.
 

Sergeant
Sergeant machen Musik, als würden sie einen chaotischen Film schneiden: Klänge werden zerschnitten, neu zusammengesetzt und zu einem Strudel voller unerwarteter Wendungen verwoben. Das Trio, der Filmemacher und Komponist Benjamin Cools, der „suchsingende“ Schauspieler Ferre Marnef und die Klangsurferin Geraldine Vanspauwen, findet eine feine Balance zwischen den kantigen Ecken des Post-Punk, dem Vorwärtsdrang des Krautrock und einer Pop-Energie, die den Puls in die Höhe treibt.

Ihr Sound ist ein plunderphonisches Durcheinander aus zerbrochenen Rhythmen und aufeinanderprallenden Klangtexturen: ständig in Bewegung, niemals ganz im Gleichgewicht. Es ist, als würden The Avalanches eine Party mit heidnischen Pfeifen, verzerrten Glocken und dubbigen Basslinien feiern. Flöten quieken, als wollten sie dem Beat davonlaufen, während Melodien in chaotische Vergnügungsfahrten zerfallen. Man stelle sich Micachu & The Shapes beim Himmel-und-Hölle-Spielen mit Robert Wyatt vor – oder Sonic Youth, aufgelöst in einem Glas Mineralwasser mit Wodka: sprudelnd, berauschend und am Ende doch schonungslos ehrlich.

 

Dienstag, 13. Oktober
Kuppelhalle
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
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