Seefeel + Margaux Gazur

silent green präsentiert

Seefeel
Aus dem Underground Londons der frühen 90er-Jahre hervorgegangen, entwickelten sich Seefeel schnell zu einer der innovativsten Bands ihrer Zeit und verwischten dabei die Grenzen zwischen Gitarrenmusik und elektronischer Experimentation.

Zunächst in die Shoegaze-Bewegung eingeordnet, deutete Seefeels Einsatz von Samplern, Loops und prozessierten Texturen jedoch auf eine andere Zukunft hin – eine, die stärker mit dem aufkommenden IDM-Sound verbunden war.

Diese hybride Vision erregte die Aufmerksamkeit von Aphex Twin, der so großer Fan war, dass er ihren Track Time To Find Me zweimal remixte – unter der Bedingung, dass sie irgendwann für sein Rephlex-Label aufnehmen würden. Diese Zusammenarbeit, und die wachsende Verbindung der Band zur elektronischen Musik, gipfelte darin, dass sie 1994 die erste gitarrenbasierte Gruppe wurde, die bei Warp Records unterschrieb.

Ihr Warp-Debüt Succour (1995) markierte einen deutlichen Wandel: Die üppigen Melodien von Quique wichen dunkleren, stärker fragmentierten Rhythmen und industriellen Atmosphären. Dem Album gingen zwei einflussreiche EPs voraus, Starethrough und Fracture/Tied, und es wurde gefolgt vom strengen, experimentellen Mini-Album Ch-Vox auf Rephlex (1996). 

Nach einer Pause ab 1997 kehrten Seefeel mehr als ein Jahrzehnt später zurück, stellten beim 20-jährigen Warp-Jubiläum ein neues Line-up vor und veröffentlichten 2011 ein selbstbetiteltes Album.


Margaux Gazur
Als Klangkünstlerin und Multiinstrumentalistin bewegt sich Margaux Gazur zwischen verschiedenen Genres mit einer originellen elektroakustischen Instrumentierung – von E-Gitarre und Klarinette bis hin zu Alltagsgegenständen – und nutzt Erinnerungen als Inspirationsquelle. Mit mehreren Loopern und Effektpedalen erschafft sie organische, vielschichtige Kompositionen. Ihre Musik speist sich aus unterschiedlichen Einflüssen, darunter elektronische Musik, Musique concrète und experimenteller Jazz.

Margaux begann mit Feldaufnahmen zu arbeiten, um ihr tägliches Leben in Hanoi als klangliche Erinnerung festzuhalten. Sie erstellte Soundscapes für die Kampfsportvideos ihres Vaters, bevor sie ihre eigenen immersiven Projekte mit Aufnahmen aus diesen Sessions entwickelte, einschließlich der Klänge traditioneller Kampfsportwaffen und Instrumente, die bei Feiern verwendet werden. Diesen Ansatz weitete sie anschließend auf ihre eigenen Projekte aus.

Während ihrer Performances spielt sie mehrere Instrumente und Objekte und arbeitet mit Loopern sowie Effektpedalen.

 

Donnerstag, 30. April
Betonhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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