"Tell me what matter was the ground"– Repair Beyond Redemption, Teil 1

Gesprächsrunde mit Gästen 

Fr, 28.06.2019
Atelier
18:00

"Tell me what matter was the ground"– Repair Beyond Redemption

Film Feld Forschung lud Sahar Qawasmi und Nida Sinnokrot, die Gründer von Sakiya - Art/Science/Agriculture, ein, ihre Arbeit zu teilen. Sakiya zielt darauf ab, verblassende lokale Traditionen der Selbstversorgung mit zeitgenössischen ökologischen Praktiken zu verbinden. Durch die Integration von Landwirtschaft und Agrarerbe in das Gefüge der zeitgenössischen Künste und Wissenschaften können beide Sektoren bereichert werden, wodurch die Klassenunterschiede zwischen Stadt und Land aufgehoben werden. Durch die Wiederbelebung von Architektur- und Landwirtschaftspraktiken reagiert Sakiya aktiv auf lokal begrenzte Bodenbelange auf vielen Ebenen. Das interdisziplinäre Aufenthalts- und Bildungsprogramm von Sakiya bietet einen Ort und eine Zeit des Austauschs, ähnlich wie bei der Grundsätzen von Pflanzenzüchtungen.

Im August 2017 fand im Khalil Sakakini Kulturzentrum in Ramallah eine Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen mit dem Titel Shifting Ground: The Underground Is Not The Past statt. Es war die dritte von vier Veranstaltungen für die Sharjah Biennale 13: Tamawuj, kuratiert von Christine Tohmé. Das von der Kuratorin Lara Khaldi konzipierte Programm umfasste Vorträge, Aufführungen und die Publikation von neun Künstlerbüchern, die sich mit Themen rund um die Erde, die Bestattung, den Tod und die Museen in besetzten Gebieten beschäftigten. Film Feld Forschung lud die Co-Kuratorin und Architektin Yara Saqfalhait ein, das Thema, einige der Vorträge und Lions Warn of Futures Present (2017), die Veröffentlichung von fünf Büchern des Künstlers Inas Halabi, vorzustellen.

Freier Eintritt

Der Workshop und die Vorträge nehmen das Buch von Dionne Brand In another place not here (1986) als Inspiration für die Frage: Wie sind unsere Beziehungen zu Ort, Boden und Erdboden von den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten geprägt, die sie uns bieten? Wie vermitteln die Schattierungen und Schichten des Bodens, die organische und anorganische Substanz, die den Boden als Archiv erzeugt, Praktiken der Reparatur und des Widerstands? Wie hängen die Stoffverhältnisse, die Boden und umstrittenes Gelände ausmachen, mit politischen Handlungen und kollektiven Bewegungen zusammen? Wie können sie audiovisuelle Formen der Nicht-Repräsentation schaffen? Wie kann die Gewalt der Plantagenpolitik und der kolonialen Sklavenarbeit, der Berufe, der Siedler-Kolonialismen, der Extraktionen und des Umweltrassismus erzählt werden und zu einem Ausgangspunkt für politische und künstlerische Widerstandspraktiken werden, die mit Beziehungen zu Land arbeiten?

Freier Eintritt, Anmeldung unter stoffwechsel@silent-green.net
Es sind keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich.
Der Kurs findet auf Englisch statt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Stoffwechsel, Teil 1 statt.
Stoffwechsel ist ein Projekt von Film Feld Forschung, organisert imt Rahmen von Archive außer sich, eine Kooperation von Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V., Haus der Kulturen der Welt (HKW), Pina Bausch Foundation und Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD). Sie findet im Rahmen des HKW Projekts Das Neue Alphabet statt, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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