Future Soundscapes Festival - Tag 3

Nicolas Bernier, Driftmachine, Karl Heinz Jeron, Christina Kubisch, Quadrature, Peter Cusack, Stefan Drees

Sa, 12.10.2019
Kuppelhalle, Betonhalle
15:00 - 23:00

Wie klingt die Zukunft? Future Soundscapes lädt ein zu einer audiovisuellen Zeitreise: An vier Festival-Tagen erkunden Künstler*innen aus Musik, Medienkunst und Sound Art die Geschichte und Gegenwart des Science Fiction Sounds zwischen Popkultur, Musik und Kino.

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SAMSTAG, 12. Oktober

silent green Kuppelhalle
16 Uhr / Vortrag von Stefan Drees: On the sonic and musical design of dystopian and utopian spaces in science fiction films
17 Uhr / Vortrag von Peter Cusack: Are future soundscapes already here?
18 Uhr / Performance: Karl Heinz Jeron und Stefan Riebel - R C O
Eintritt frei

silent green Betonhalle
20 Uhr / Audiovisuelle Performance: Quadrature - LGM#2
21 Uhr /Audiovisuelle Performance: Nicolas Bernier - transfert (299 792 458 M/S)
22 Uhr / Konzert: Driftmachine
Ticket: 12,00 €

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16 Uhr, Kuppelhalle
On the sonic and musical design of dystopian and utopian spaces in science fiction films
Vortrag von Stefan Drees Lecture

Der Blick auf die Zukunft der Menschheit ist im Science-Fiction-Film stets verbunden mit dem Versuch, sich vorzustellen, wie menschliche Umgebungen aussehen und klingen werden. Anhand ausgewählter Beispiele konzentriert sich Stefan Dress in seinem Vortrag auf den Einsatz von Sound Design und Musik bei der Schaffung dystopischer Umgebungen, darunter überfüllte urbane oder apokalyptische Landschaften. Diesen stehen Strategien gegenüber, mit denen utopische Orte oder Momente des Glücks und der Harmonie charakterisiert werden.

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17 Uhr, Kuppelhalle
Are future soundscapes already here?
Vortrag von Peter Cusack

Die akustischen Stereotypen des Science-Fiction-Genres sind manchmal utopisch, meistens jedoch das genaue Gegenteil - höllische Dystopien oder katastrophische Landschaften. Aber wie klingen eigentlich bestehende Orte, die von verheerenden Umweltschäden betroffen sind? Um dieser Fragestellung nachzugehen ist der Field Recording-Künstler (und Musiker) Peter Cusack in ganz verschiedene Katastrophengebiete gereist, darunter die Tschernobyl-Sperrzone, die kaspischen Ölfelder sowie deutsche Braunkohle-Bergwerke.

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18 Uhr, Kuppelhalle
R C O
Performance von Karl Heinz Jeron and Stefan Riebel


RCO erzeugt Klanglandschaften, indem es mehrere ausrangierte Herzschrittmacher mit selbst entwickelten elektronischen Schaltungen kombiniert. Im Zuge der Live-Performance entstehen flüchtige und improvisierte Installationen, die die Eigenheiten des jeweiligen Ortes aufgreifen - und diese in die sich stetig verändernden Klangstrukturen einfließen lassen.

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20 Uhr, Betonhalle
Konzert von Quadrature

Die audiovisuelle Performance LGM#2 basiert auf einer umfassenden Datenbank von Pulsaren und Neutronensternen. Die extrem schnellen Rotationen und starken Gammastrahlen dieser exotischen Himmelskörper werden in Klicks, Sinuswellen und Licht umgewandelt. Auf diese Weise erforschen sie die Rhythmen und die Wellenlängen dieser pulsierenden Quellen der Radiostrahlung für ästhetische Muster und Harmonien. 

In Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Kerim Karaoglu. Initiiert im Rahmen von #bebeethoven, einem Projekt von PODIUM Esslingen.

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21 Uhr, Betonhalle
transfert (299 792 458 m/s)
Audiovisuelle Performance von Nicolas Bernier


In seiner Performance transfert (299 792 458 m/s) befasst sich der kanadische Künstler Nicolas Bernier mit Science Fiction und den “oversweeten” Popkultur-Elementen der 80er Jahre. Das Stück wird von mehreren Synthesizer-Layers angetrieben, die an Sci-Fi-Soundtracks erinnern und bunte Neonröhren in Lichtgeschwindigkeit animieren. Das Werk ist eine hyperbolische, künstliche Science-Fiction-Szene.

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22 Uhr, Betonhalle
Konzert von Driftmachine


Das Synth-Duo Driftmachine begann seine musikalische Arbeit in Form eines Workshops: Gemeinsam wollten sich Andreas Gerth und Florian Zimmer auf Synthesizer-Klänge konzentrieren und nach einem neuen Ansatz für groove- und bassgesteuerte Musik suchen. Auf der Bühne arbeiten sie nun mit dem Videokünstler Mika Shkurat zusammen. Shkurat ist Mitglied des elektronischen Pop-Trios Nisantashi Primary School und erforscht klassische Video-Feedback-Techniken mittels eines analogen LZX-basierten Video-Synthesizers in Kombination mit einem Bildschirm und Live-Kameraaufnahmen.

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präsentiert von AskHelmutByteFM, der FreitagDigital in Berlin, ExBerlinerFluxFMWeddingweiser

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