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Nacht der Poesie II

Lesung I internationales literaturfestival berlin

So, 13.09.2020
Atelier 2
21:00 - 22:00

In einer digitalen Nacht der Poesie lesen die internationalen Lyriker*innen Ana Luísa Amaral, Homero Aridjis, Forrest Gander, Moon Chung-hee ihre Gedichte.

Homero Aridjis [Mexiko], ehemaliger Präsident von PEN International und als solcher Gast des ilb im Gründungsjahr 2001, zählt zu den bedeutendsten Lyrikern seines Landes. In seinen Gedichten reflektiert er sein Leben, wobei seine Erinnerungen eng mit seinem Geburtsort Contepec verbunden sind. Auch schreibend verfolgt er eines seiner zentralen Anliegen: den Schutz von Umwelt, Natur und Tieren. Literatur-Nobelpreisträger Seamus Heaney befand: »Homero Aridjis’ Gedichte öffnen eine Tür zum Licht.«

Ana Luísa Amaral [P] debütierte 1990 mit dem Lyrikband »Minha Senhora de Quê«. Ihre Gedichte erinnern formal sowohl an Wisława Szymborska als auch an Emily Dickinson, deren portugiesische Übersetzerin Amaral ist. Sie stellen eine kritische Auseinandersetzung mit männlich dominierten literarischen Traditionen dar. »Amaral hat eine bemerkenswerte Gabe, das Persönliche universell und das Universelle intim zu machen.« [Paris Review Daily]

In den Gedichten Forrest Ganders [USA] setzt sich das lyrische Ich kontinuierlich mit der physischen Präsenz der Außenwelt auseinander. Für »Be With« erhielt er 2019 den Pulitzer-Preis. »Ganders Verse haben eine erschütternde, symphonische Qualität, er nutzt Poesie um einzuordnen und zugleich zu dekontextualisieren, um die Grenzen von Bedeutung auszuloten oder aber sein Lager dort aufzuschlagen, wo Sprache sich von Sinn zu entfernen beginnt.« [NYT]

Jacek Dehnel [PL] war mit seinem Lyrikband »Języki obce« 2014 für den Wisława-Szymborska-Preis nominiert. In seinen oftmals ironisch und paradox wirkenden Gedichten spielt er mit sprachlichen Konventionen und Formen. »[Die Hauptstärke] liegt in der Sprache – in ihrem Reichtum und ihrer Ausdruckskraft, die Dehnel mit Hilfe vieler origineller Assoziationen und Vergleiche erreicht.« [FAZ]

Moon Chung-hee ist eine Dichterin Südkoreas. 14 ihrer Gedichtbände wurden in 10 Sprachen übersetzt. Moon wurde vielfach mit renommierten koreanischen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Preis für zeitgenössische Literatur in Korea und 2010 mit dem Cikada Preis, einem schwedischen Literaturpreis für ostasiatische Lyrik. In ihren stets von einem melancholischen Unterton getragenen Gedichten bringt sie ihre Vorstellungen vom Leben und seiner Vergänglichkeit zum Ausdruck.

Die Poetry Night findet in verschiedenen Sprachen statt. Sie wurde vorab aufgezeichnet.

Literaturen der Welt
Moderation Hans Jürgen Balmes
Eintritt frei

Wir bitten um Anmeldung unter presse(at)literaturfestival.com unter Angabe des vollständigen Namens, der Anschrift und Telefonnummer der Besucher*innen.

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