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THE GARDEN: Nature Is not Natural. AIDS, Kollektivität, Radioaktivität

Talk + Screening

Do, 12.08.2021
Betonhalle
19:30

Talk: Marc Siegel im Gespräch mit Bishnupriya Ghosh, Bhaskar Sarkar, Rehana Zaman, Ed Webb- Ingall (digital) über Viren, Politik und Kollektivität nach Derek Jarman.

Screening: Your Ecstatic Self, Rehana Zaman, 2019, UK, 32, HD video + I, I, I, I and I, Rehana Zaman, 2013, UK, 14', HD video + Überraschungsvideo


Nature Is not Natural. AIDS, Kollektivität, Radioaktivität – Marc Siegel und internationale Gäste kehren kritisch zu den lokalen Kontexten von Derek Jarmans Werk und seinem Film „The Garden“ (1990) zurück, um deren Relevanz für eine zeitgenössische globale Situation herauszuarbeiten. Die Diskussionen führen uns von AIDS zu COVID; von einem bedrohlichen Atomkraftwerk, das über queeren Performances schwebt, die in und um einen schönen, kargen Garten stattfinden, zur Umweltkatastrophe, die einen gefährlichen Horizont unserer Gegenwart darstellt; und von der Kollektivität um den AIDS-Aktivismus zu Kollaboration und Kollektivität in Kunst und Aktivismus heute. Die Diskussionen finden in der Bar der Betonhalle statt. Live Besucher*innen sind ebenfalls herzlich willkommen.


Marc Siegel ist Professor für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte sind Queer Studies und Experimentalfilm. Sein Buch A Gossip of Images wird bei Duke University Press erscheinen. Er ist Mitbegründer des Künstlerkollektiv CHEAP und Mitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln.

Bishnupriya Ghosh ist Professorin für Englisch und Globale Studien an der University of California, Santa Barbara. Sie arbeitet gerade an einem Buch, The Virus Touch: Theorizing Epidemic Media, in dem sie untersucht, wie mediale Prozesse Epidemien als Krisenereignisse erkennen und komponieren.

Bhaskar Sarkar is Professor für Film und Medienwissenschaft an der University of California, Santa Barbara. Derzeit stellt er ein Buch fertig, Cosmoplastics: Bollywood's Global Gesture und arbeitet an einem zweiten Buch über queere Underground-Club-Kulturen im Los Angeles.

Rehana Zaman ist eine Künstlerin aus Heckmondwike, die in London lebt. Ihre Arbeit befasst sich mit der Verflechtung von persönlicher Erfahrung und sozialem Leben, wo Momente der Intimität gegen kulturelle Orthodoxien und staatlichen Zwang gerahmt werden. Konversation und kooperative Methoden stehen im Mittelpunkt ihrer Praxis. Derzeit ist sie Vorstandsmitglied der not/nowhere artist workers cooperative und von Lux Moving Image, die auch ihre Filme vertreiben.

Ed Webb-Ingall ist Filmemacher, Forscher und Senior Lecturer im BA Film and Screen Studies am London College of Communication, University of the Arts. Er arbeitet mit Gruppen zusammen, um unterrepräsentierte historische Momente und ihre Beziehung zum heutigen Leben zu erforschen. Derzeit arbeitet er an einem Projekt, das die Rolle von Video als Reaktion auf den Kampf um Wohnraum untersucht, sowie an einem Buch, The Story of Video Activism.
 

Einige Hinweise zur Veranstaltung

  • Bitte den Online-Ticketverkauf nutzen. Sämtliche online oder vor Ort registrierte Daten werden zur Kontaktnachverfolgung für vier Wochen gespeichert und anschließend vernichtet.
  • Es gilt in allen Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz in Form einer medizinischen oder FFP2-Maske zu tragen (am Sitzplatz während der Veranstaltung kann dieser abgenommen werden), zu jeder Zeit Abstand zu anderen Menschen einzuhalten (mind. 1,5 Meter), euch regelmäßig ausgiebig die Hände zu waschen oder zu desinfizieren und ausschließlich in die Armbeuge zu niesen oder husten.
  • Es ist kein tagesaktueller Negativ-Test nötig.
  • Bitte achtet auf Beschilderung, Hinweise und Wegführung.
  • Es werden feste Sitzplätze vergeben. 
  • Die Betonhalle verfügt über eine maschinelle Lüftungsanlage mit kontinuierlichem Frischluftvolumenstrom. 
  • Besucher*innen mit Erkältungssymptomen und diejenigen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten, bitten wir zu ihrem eigenen Schutz und dem der anderen, Zuhause zu bleiben. Gäste mit erkennbaren Symptomen einer Atemwegsinfektion und diejenigen, die nicht bereit sind, sich auf unsere Vorkehrungen einzulassen, müssen wir leider bitten, wieder zu gehen.
  • Wir empfehlen, die Corona-Warn-App der Bundesregierung zu verwenden



silent green Betonhalle
19:30 Uhr
auf Englisch
Freier Eintritt; Online-Ticketbuchung & -Registrierung vorab unbedingt erforderlich!

Das Gespräch findet auf Englisch statt und wird zusätzlich via YouTube live gestreamt.

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