Ground View – ensemble mosaik

Konzertinstallation

realities, places and displacements of places thematisiert urbane Entwicklungen und hinterfragt soziokulturelle Zusammenhänge. Die vier abendfüllenden Konzertinstallationen basieren auf Recherchen der Komponistinnen Katharina Rosenberger, Karen Power, Joanna Bailie und Juliana Hodkinson und der Musiker*innen des ensemble mosaik. Sie bringen aktuelle Forschungsstände und multimediales Archivmaterial in musikalischen Dokumentationen zusammen und laden das Publikum zu Erkundungen und aktiver Beteiligung ein.

Im vierten Teil der Konzertreihe realities, places and displacement of places des ensemble mosaik steht die Uraufführung der Konzertinstallation Ground View von Juliana Hodkinson auf dem Programm. Alltägliche Lebensbereiche wie Arbeiten, Spielen, Reden, Einkaufen, Träumen, Warten, Gehen, Anhalten sind langsam ineinander übergegangen, während wir versuchen, sie sowohl zusammen als auch auseinander zu halten. Die Einstimmung auf abstrakten globalen Stress ist der neue kulturelle Höhepunkt - unersättlich und unbefriedigend. Gemeinsame Erfahrungen werden durcheinander geworfen. Selbst künstlerische Ausdrucksformen von Hysterie und Verzweiflung haben ihre Kraft verloren, denn die Zuschauer schauen weg, scrollen und wischen weiter, um Höhen und Tiefen zu kuratieren. Je höher die Kunst, desto weiter fällt sie und stürzt in schmuddelige Langeweile und Enttäuschung ab. Fragmente haben ihre romantische Anziehungskraft verloren.

In Ground View sind klangliche Erfahrungen von Asymmetrie und Ungleichheit der neue Sweet Spot. Das Publikum wird in eine modulare, temporäre Assemblage aus instrumentalen, kinetischen, verbalen und umweltbezogenen Objekten und Aktionen eingeladen. Die Verantwortung wechselt von Modul zu Modul zwischen Spielern und Zuhörern, da soziale, persönliche und berufliche Rollen und die Klänge archetypischer und konkreter Orte ständig in Bewegung sind.

Besetzung:

Juliana Hodkinson – Komposition

ensemble mosaik

Kristjana Helgadottir - Flöte
Simon Strasser – Oboe
Christian Vogel – Klarinette
Martin Losert – Saxophon
Ernst Surberg – Klavier/Keyboard
Roland Neffe – Schlagzeug
Chatschatur Kanajan – Violine
Karen Lorenz – Viola
Mathis Mayr – Cello
Arne Vierck – Klangregie
Patrick Klingenschmitt – Dramaturgie

realities, places and displacements of places ist eine Veranstaltungsreihe des ensemble mosaik, gefördert aus der Spartenoffenen Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Medien.

Sonntag, 15. Mai
Betonhalle
Beginn: 20 Uhr
Tickets


 

Hinweis zum Besuch der Veranstaltung

Wir empfehlen euch zu eurem und unserem Schutz auch weiterhin, eine Maske während eures Veranstaltungsbesuchs zu tragen und euch vorab zu testen. Solltet ihr euch krank fühlen, bitten wir euch, Zuhause zu bleiben.