Matthew Herbert & Julian Sartorius: Drum Solo + Bex Burch & Laurel Pardue

silent green präsentiert

Der Schweizer Schlagzeuger Julian Sartorius und der britische Elektronik-Virtuose Matthew Herbert erforschen gemeinsam im introspektiven Dialog den Klang improvisierter Musik. Sartorius Sammlung von Trommeln, Perkussionsinstrumenten und augmentierten Objekten dient als Klangquelle. Die verschiedenen Klänge werden von Sartorius eigenwilligem Stil zu berauschenden Formationen verwoben. Herbert lässt diese Klänge dann in Echtzeit in tiefgründige Klanglandschaften verwandeln.


Julian Sartorius
Julian Sartorius fasziniert die Visualisierung von fein abgestufte Variationen, Spannung und Entspannung und Masse und Lebendigkeit. Sein Interesse mündete in zahlreichen Projekten, wie dem 12-LP-Box-Set Beat Diary (Everest Records, 2012), bestehend aus 365 Beat-Tracks und einem begleitenden Fotobuch; der täglichen 8-Sekunden-Loop-Serie Morphblog (von 2013 bis 2019) oder Depot, einer audiovisuellen Installation für 16 Lautsprecher und 16 Bildschirme, die im Kunstmuseum gezeigt wurde. In den letzten Jahren hat Julian mit verschiedenen Musiker*innen zusammengearbeitet, darunter Sophie Hunger, Valentina Magaletti (Tomaga, Vanishing Twin), Sylvie Courvoisier, Gyda Valtysdottir, Dimlite, Shahzad Ismaily und Dan Carey (Speedy Wunderground). Zudem ist seine ausgeprägte Perkussionsarbeit auf den aktuellen Alben von Kae Tempest, Matthew Herbert, Merz und James Zoo zu hören.


Matthew Herbert
Matthew Herbert ist ein gefeierter Komponist, Produzent und Autor. Sein innovatives Schaffen reicht von mehr als 30 Alben (darunter Bodily Functions und One Pig) über Filmmusik für Oscar-prämierte Filme (A Fantastic Woman) bis hin zu Musik für das National Theatre, den Broadway, Fernsehserien (Noughts and Crosses, The Responder für BBC), Spiele (Lego) und das Radio. Er ist solo, als DJ und mit verschiedenen Musiker*innen aufgetreten, unter anderem weltweit mit seiner eigenen 21-köpfigen Big Band. Außerdem hat er ikonische Künstler*innen wie Quincy Jones, Ennio Morricone, Serge Gainsbourg und Mahler neu abgemischt und arbeitete lange mit Björk zusammen.


Bex Burch
Bex Burch ist eine Komponistin, Perkussionistin, Produzentin und Improvisatorin, die den Schwerpunkt auf Raum, Wiederholung und Aspekte des Chaos legt. Diese Themen kennzeichnen einen kontinuierlichen Ansatz, den sie als "unordentlichen Minimalismus" bezeichnet. Sie betreibt das Label und die Post-Punk-Band Vula Viel und hat mit einflussreichen Künstler*innen wie Peter Zummo, Dame Evelyn Glennie, Ben LaMar Gay, Dan Bitney und Macie Stewart zusammengearbeitet. Bex absolvierte eine 18-monatige Instrumentenbauer-Lehre in Ghana bei dem Gyil-Meister Thomas Sekgura, eine prägende Erfahrung, die ihr einen tief sitzenden Respekt für die Musik der Dagaare einbrachte und Selbstvertrauen gab.

 

Freitag, 13. September
Betonhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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