TSA: in transmission

TSA: in transmission
Neue Reihe mit experimenteller georgischer Live-Musik

TSA – die georgische Musik-Community-Plattform – kündigt den Start von TSA: in transmission an, einer Reihe experimenteller georgischer Live-Musik, die auf Zusammenarbeit, Experiment, Bewegung und Widerstand basiert. Die Reihe beginnt am 7. August 2025 in Berlin im silent green und lädt das Publikum zu einer Erkundung des georgischen Sounds in verschiedenen Genres und Stilen ein.

TSA Music
Gegründet im Jahr 2019, entstand TSA Music aus einer tiefen Leidenschaft für georgische Musik mit dem Ziel, eine Szene zu dokumentieren und zu fördern, für die es keine eigenen Plattformen gab. TSA hat sich zu einem digitalen Archiv und einer Community entwickelt, einem Raum für Künstler*innen, Hörer*innen und Branchenmitglieder gleichermaßen.

Anfang 2024 begann TSA mit der Ausweitung auf physische Veranstaltungen mit dem Ziel, einen neuen georgischen Sound zu schaffen und die Zuhörende dazu einzuladen. Das zunehmend repressive politische Umfeld in Georgien hat dies jedoch erschwert. Der Mangel an Freiheit – sowohl in Bezug auf den künstlerischen Ausdruck als auch auf den physischen Raum – stellt weiterhin eine Herausforderung für die Bemühungen dar, solche Veranstaltungen ins Leben zu rufen. Als Reaktion darauf sah TSA die Notwendigkeit, georgische Musik über die Landesgrenzen hinauszutragen, um die kulturelle Widerstandsfähigkeit zu stärken und zu erweitern.

Beginnend in Berlin wird ein Raum für Zusammenarbeit, Freiheit und Klang geschaffen, in dem sich die georgische Musik unzensiert und ungehindert weiterentwickeln kann.

Die erste Ausgabe von TSA: in transmission präsentiert Live-Kollaborationen von:

Mess_Montage x Rezo Kiknadze
Natalie Beridze x Tamriko Kordzaia
Anushka Ckheidze x Daniel Adikashvili

Mess_Montage
Tornike Margvelashvili (*1989), bekannt als Mess_Montage, ist ein in Berlin lebender georgischer Klangkünstler, dessen Live-Performances modulare Synthese, Feldaufnahmen und neu interpretierte georgische Polyphonie zu emotional geschichteten Klangwelten verweben. Seine Arbeit erforscht post-sowjetische Identität, kulturelles Gedächtnis und Übergangszustände - und behandelt Volksstimmen und Lyrik als lebendige, sich entwickelnde Texte.

Reso Kiknadze
Reso Kiknadze wurde 1960 geboren und wuchs in Tiflis, Georgien, auf. Kiknadze ist seit 2008 Professor und Leiter des Musikzentrums der Staatlichen Universität Ilia in Tiflis und seit 2011 Lehrer am Staatlichen Konservatorium Tiflis. Er tritt weltweit als Saxophonist und Computermusiker in verschiedenen FJazzformationen und ist als Komponist und Co-Autor zahlreicher Projekte mit Tanz, bildender Kunst, Poesie, Theater und Kino tätig.

Anushkha Chkheidze 
Die 1997 in Tiflis geborene Anushka Chkheidze ist eines der vielversprechendsten Talente weit über die Grenzen des Landes hinaus. Sie wuchs in dem kleinen Dorf Kharagauli auf und begann im Alter von 11 Jahren in einem Chor zu singen. Sie selbst beschreibt die Zeit, die sie dort verbrachte, als magisch und glaubt, dass ihre Musik stark von diesen Kindheitsjahren geprägt ist.

Daniel Adikashvili
Musiker, Schlagzeuger, Komponist. Seit 2010 tritt Daniel aktiv in der georgischen Rock- und Popszene auf. Er hat mit verschiedenen Projekten, darunter Green Room (georgische Pop/Fusion-Band), am Open-Air-Festival in Tiflis teilgenommen. Daniel gilt als Besitzer und Hausmusiker des Uprising Jazz Club in Tiflis – 1984 – und ist von Heavy Metal, Jazz/Fusion, Elektronik/Ambient und progressiven Musikgenres beeinflusst.

Natalie Beridze
Natalie Beridze, auch bekannt unter ihrem Künstlernamen TBA, ist eine 1979 in Tbilissi geborene georgische Komponistin und Produzentin elektronischer Musik. Sie gilt als Georgiens erste weibliche Elektronikkünstlerin und hat Alben auf Labels wie Max Ernst, Monika Enterprise und Room40 veröffentlicht und mit Künstlern wie Ryuichi Sakamoto und Thomas Brinkmann zusammengearbeitet. Beridze ist auch im Bereich der akustischen Komposition tätig, unterrichtet Musikproduktion in Tiflis und moderiert die Live-Performance-Serie Live@Twilight auf Artarea TV.

Tamriko Kordzaia
Tamriko Kordzaia hatte sich bereits in ihrer Heimat Georgien als Haydn- und Mozart-Interpretin einen Namen gemacht. Nach ihrer Übersiedlung in die Schweiz setzte sie diese Arbeit fort, widmete sich aber zunehmend der Neuen Musik. Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den ersten Preis und den Preis für Mozart-Interpretation beim Internationalen Sakai-Wettbewerb in Japan und den Kulturförderpreis der Stadt Winterthur. Ihr Engagement für die zeitgenössische Musik geht weit über den Bereich der Neuen Musik hinaus, und sie arbeitet häufig mit Musikern aus der elektronischen Clubmusik, der experimentellen Musik und dem Jazz zusammen.

TSA Records
Neben den Live-Veranstaltungen bringt TSA auch TSA Records auf den Markt, ein Label, das sich der Archivierung und Veröffentlichung von Musik aus der Veranstaltungsreihe widmet. Jede Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf Vinyl gepresst, so dass ein physischer Beleg für diese Zusammenarbeit entsteht.

Mit Unterstützung der TBC Bank ist diese Initiative Teil eines umfassenderen Vorhabens, die georgische Musikszene zu dokumentieren und Künstler*innen die Möglichkeit zu geben, zusammenzuarbeiten, aufzutreten und ihre Werke international zu veröffentlichen.

 

Donnerstag, 7. August
Kuppelhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 19:30 Uhr
Tickets