9. Festival of Animation Berlin 2026
Das diesjährige Festival of Animation Berlin (FAB) präsentiert vom 8. bis 11. Oktober die besten internationalen und regionalen Animationsfilme.
Der Fokus liegt traditionell auf dem kurzen, künstlerischen Animationsfilm in allen seinen Formen – vom traditionellen Zeichentrickfilm über Stop Motion, CGI und Cross-Media Experimenten bis hin zu 360° Filmen.
Neben dem Wettbewerbsprogramm – zu dem auch die Pink-Panda-Programme für Kinder unterschiedlichen Alters gehören – können sich die Zuschauer*innen außerdem auf ein spannendes Rahmenprogramm freuen. Es ergänzt die Wettbewerbe um vielfältige Formate für Fachpublikum, Familien und Neugierige: Das Berlin Animation Hub als Treffpunkt für Workshops, Meet-the-Expert Seminare und Branchendialog mit zahlreichen Workshops, Talks, Panels, Masterclasses und Networking-Events lädt zum Austausch und Diskurs ein. Mit der Ausstellung FAB Dimensional – Animation Expanded wird darüber hinaus Animationskunst außerhalb des Kinosaals, jenseits des klar begrenzten und gewohnten Rahmens linear ablaufender Filme an der Schnittstelle zu Bildhauerei, Game oder Installation, erfahrbar.
Programm-Highlights
10. Oktober / 11 bis 18 Uhr / Eintritt frei
Screening: Framebreakers (Animierte Fulldome-Filme)
Die Filme dieses Programms führen in dunkle Wälder, abgelegene Dörfer und Gemeinschaften, in denen Natur, Tradition und Aberglaube aufeinandertreffen. Mal archaisch und düster, mal absurd und schwarzhumorig zeigen sie eine Welt, in der alte Mythen plötzlich sehr lebendig werden.
10. Oktober / 22:30 bis 0:00 Uhr / Tickets 10/8,50€
Screening: Wahrscheinlich ist es nichts
Horror Special II: Body Horror (Animierte Horror-Kurzfilme)
Dieses Programm erkundet Body Horror als Erfahrung von Kontrollverlust, Anpassungsdruck und Fremdbestimmung. Zwischen psychotischen Innenwelten, grotesken Metamorphosen und außerirdischen Eingriffen zeigt sich der Körper als verletzlicher Schauplatz gesellschaftlicher Erwartungen, Gewalt und persönlicher Identität. Dabei treffen poetische Bildwelten auf verstörende Abgründe, surreale Experimente auf schwarzen Humor und ein Koala auf einen Animator mit offenbar zweifelhaften Absichten. Die Filme fragen, wem unser Körper eigentlich gehört – und was geschieht, wenn er plötzlich eigene Wege geht. Ein Programm über das Unbehagen, im eigenen Körper zu leben, und die überraschenden Formen, die Selbstakzeptanz annehmen kann. Trigger Warnung: Einer der Filme setzt KI sinnstiftend und als integralen Bestandteil seines künstlerischen Konzepts ein.
9. Oktober / 9:30 bis 10:45 Uhr / Tickets 10/8,50€
Screening: Pink Panda II Teens Wettbewerb
Der Wettbewerb Pink Panda präsentiert sorgfältig kuratierte, altersgerechte Programme für Kinder und Familien. Der Programmblock #2 richtet sich speziell an Teenager.
10.+11. Oktober / 15 – 18 Uhr / kostenlos
Aktivität: Aus Rotation wird Animation
Mitmachstation Praxinoskop
Zu den ältesten Formen der Animation gehören das drehende Praxinoskop und das Zoetrop. Sie machen auf verblüffend einfache Weise sichtbar, wie Animation überhaupt funktioniert. Gezeigt werden Praxinoskope mit animierten Loops. In diesem Jahr wurden die Loops der Ausstellung im Rahmen von Workshops von Schüler*innen des Primo-Levi-Gymnasiums (Berlin-Weissensee), Studierenden der Animationsklasse der Kunsthochschule Kassel sowie Studierenden im Bereich „Screen Based Media"" der Berliner Hochschule für Technik (BHT) erstellt. An der Mitmachstation können Kinder und Erwachsene eigene Experimente mit dem Medium Animation machen. Betreut wird die Station vom argentinischen Animator und Regisseur Dante Zaballa und der amerikanischen Animationskünstlerin Lynn Tomlinson. Dante ist für seine farbenfrohen, psychedelischen Bildwelten und experimentierfreudige Frame-by-Frame-Animation bekannt, Lynn zeigt in der FAB Dimensional ihre raumgreifende Installation Seasons Lament und ihren Film A black rails tale.