Die Früchte, die wir tragen.

Welche Früchte tragen wir?

Wir alle tragen etwas in uns, das uns mitgegeben wurde: Worte und Werte, Gesten und Geschichten, Formen von Liebe und Fürsorge – aber auch Dinge, die wir hinterfragen, verändern oder bewusst nicht weitertragen möchten.

Beim zweiten Salon Solène blicken wir auf diese Fragen durch die Linse von Elternschaft und Kindsein.

Was ist Elternschaft? Wie sieht Liebe in der gelebten Praxis aus? Was bedeutet Sanftmut in Beziehungen? Wo lernen wir Geduld – mit anderen und mit uns selbst? Was möchten wir aus unserer eigenen Kindheit bewahren – und was ganz bewusst anders machen? Welche Früchte möchten wir selbst weitergeben?

Josephine Apraku und Ibou Diop kommen zu einem literarischen Gespräch über Fürsorge und Liebe, Verantwortung und Veränderung, Prägung und Weitergabe zusammen. Ausgehend von eigenen und ausgewählten Texten fragen sie danach, wie Werte über Generationen weiterleben, was es bedeutet, sie nicht nur auszusprechen, sondern vorzuleben – und was tatsächlich bei den Menschen ankommt, denen wir etwas mitgeben möchten.

Durch das Gespräch führt Angelo Camufingo.

Zum Abschluss wechselt der Abend die Sprache: The String Archestra nimmt Gedanken, Stimmungen und Motive des Gesprächs auf und führt sie in einer musikalischen Resonanzperformance weiter.

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.


Salon Solène ist eine von Melanelle Beryl Hémêfa gegründete literarische Reihe, in der Worte auf Menschen treffen – ein Raum für Literatur, Begegnung und die Geschichten, die in unserer Gesellschaft entstehen.

 

Freitag, 16. Oktober
Kuppelhalle
Einlass: 19:30 Uhr / Start: 20 Uhr
Tickets

 


Josephine Apraku ist Autor*in und Coach. Josephines Texte beschäftigen sich mit den Schnittstellen von Emotion und System. Josephine ist Autor*in mehrerer Sach- und Kinderbücher. Texte von Josephine erschienen unter anderem im Missy Magazine, in der deutschen Vogue, im Tagesspiegel und in Anthologien. Mit Ozan Zakariya Keskinkılıç kuratiert Josephine die kulinarische Lesereihe ALL YOU CAN READ – eine gemeinsame Arbeit, die regelmäßig am Küchentisch beginnt und dort endet.

Ibou Diop [iːbu dj͜ɔp] lebt in Berlin. Er hat in Paris und Berlin Literaturwissenschaft studiert und zu Fragen von Globalisierung und Universalisierung promoviert. Ibou Diop ist Kurator von Diskursprogrammen und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Senegal und in Deutschland. Seine Arbeitspraxis hat einen starken Fokus auf partizipative Formate, die Kunst, Denken und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Räume zu besetzen und zu gestalten. Seit 2022 arbeitet er in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen an Konzepten und Orten für eine Erinnerung an Berlins koloniale Vergangenheit. Co-kuratiert von Max Czollek und Ibou Diop startete im Herbst 2024 das Festival "heimaten" im HKW, ein mehrjähriges Programm zur Neudeutung des Heimatbegriffs.

X'Angelo Camufingo (er/ele/him) ist Policy & Advocacy Advisor, psychodynamischer Coach und Organisationsberater. Er arbeitet in erster Linie zu Menschenrechten, Antirassismus, Umweltgerechtigkeit, Institutional Change und Leadership. Seine Arbeit ist dabei vor allem durch seine ostdeutsch-angolanische Herkunft, seinen Hintergrund im Lehramt und langjährige Erfahrungen in zivilgesellschaftlicher Arbeit, Aktivismus und politischer Interessenvertretung geprägt. Neben seiner politischen und beratenden Tätigkeit war er bereits wissenschaftlich und literarisch als Autor tätig und moderiert zudem Veranstaltungen zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen.

The String Archestra wurde 2016 von Dr. Dr. Daniele G. Daude gegründet, um Werke von Schwarzen, Indigene und PoC Komponist*innen zu fördern, welche aus dem Repertoire und der kanonischen Musikgeschichtschreibung unsichtbar gemacht wurden. Das Ensemble spielt Werke von Komponist*innen wie Teresa Carreno (Venezuela), Chevalier de Saint-George (Fr), Yudania Gomez Heredia (Kuba), Yasushi Akutagawa (Japan), Fela Sowande (Nigeria), Moacir Santos (Brazil), Samuel Coleridge-Taylor (UK). Im Jahr 2021 gewann The String Archestra den TONALi Award in der Kategorie "Umbruch" in der Hamburger Elbphilharmonie. Seit 2019 kollaboriert The String Archestra mit internationalen Künstler*innen, darunter Anthony R. Green (Castle of Our Skin), Jessie Montgomery (Grammy Award 2024), Craig Harris (Sun Ra and The Arkestra), Ayanna Witter-Johnson (Apollo Preis 2011), Philo Tsoungui (Deutscher Jazzpreis 2025), Ghost Poet, sowie mit jungen Deutschen Songwriter*innen Neneh Boye und King Josephine. 2026 feiert The String Archestra sein 10-jähriges Jubiläum.

Dr. Dr. phil. Daniele G. Daude ist Musik-, Theaterwissenschaftler*in und Dramaturg*in. Nach Abschluss des Musikstudiums am Conservatoire National mit Auszeichnung, promoviert Daniele G. Daude 2011 im Fach Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin (Schwerpunkt Aufführungsanalyse) und 2013 im Fach Musikwissenschaft an der Université Paris 8 (Schwerpunkt Opernanalyse). Seit 2008 lehrt Daniele G. Daude an deutschen und französischen Universitäten. 2013-2015 ist Daniele G. Daude Gastprofessor*in für Darstellende Kunst am Campus Caribéen des Arts (Martinique). 2016-2020 ist Daniele G. Daude Maître* de Conférences für Ästhetik und Philosophie. 2013 gründet Daniele G. Daude den Com Chor Berlin und 2016 The String Archestra. Seit 2016 arbeitet Daniele G. Daude als Dramaturg*in und Dozent*in für Musik und Theater, derzeit an der Universität der Künste.
 


Barrierefreiheit
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Awareness
Der Abend wird von einem Awareness-Team begleitet.

Foto & Video
Der Abend wird fotografisch und filmisch dokumentiert. Die entstandenen Aufnahmen können für die Öffentlichkeitsarbeit von Salon Solène verwendet und veröffentlicht werden. Wenn du nicht auf Aufnahmen erscheinen möchtest, sprich uns gerne beim Einlass an.
 


Salon Solène wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin.