silent green pres. Mutant Radio Sessions

Magda Mayas + Uygur Vural + Vinyl-terror & -horror 


Mutant Radio ist eine Community-Plattform für Musik und Kultur, die ein vielfältiges Programm streamt – von DJ-Mixes und Live-Performances bis hin zu Interviews, Gesprächen und edukativen Sendungen. Es ist ein Raum, in dem Künstler*innen, DJs und kulturelle Stimmen zusammenkommen. 

Mit über 90 Residents und 50 wöchentlichen Gästen lebt Mutant Radio von Kooperationen mit Festivals, Labels, Plattenläden und kulturellen Einrichtungen auf der ganzen Welt.

Das Besondere: Ein voll ausgestatteter Studio-Caravan auf dem Gelände einer ehemaligen Elektrostation in Tiflis – zugleich Bar, Kulturort und Sendestudio, das auch Veranstaltungen, Ausstellungen und Workshops beherbergt. Seit April 2025 ist Mutant Radio auch in Berlin mit einem kompakten Studio vertreten und schafft dort neue Verbindungen für lokale und internationale Communities.


Magda Mayas
Magda Mayas (*1979) ist eine in Berlin lebende Pianistin und Komponistin, deren 25-jährige künstlerische Praxis die klanglichen Möglichkeiten des Klaviers neu definiert hat. Durch den Einsatz von Präparationen, Verstärkung und Objekten als Erweiterungen des Instruments hat sie ein unverwechselbares Vokabular entwickelt, das in Inside- und Extended-Piano-Techniken verwurzelt ist.

Mayas tritt international auf.  Zu ihren aktuellen Projekten zählen das Duo Spill mit Tony Buck sowie das Ensemble Filamental. Sie hat über 40 Tonträger veröffentlicht, ist Mitbegründerin von smallest functional unit, einem Verlag für experimentelle Musikpartituren, sowie von Khomasi, einem kuratorischen Kollektiv, das in Berlin Programme an der Schnittstelle von Kunst und Politik realisiert.


Uygur Vural
Uygur Vural ist ein in Berlin lebender multidisziplinärer Künstler, Cellist, Klangkünstler und Umweltaktivist, aus Antalya (Türkei). Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen experimenteller Musik, Improvisation, Bewegung und Klangkunst. Dabei erforscht er erweiterte Cellotechniken und nicht-klassische Zugänge zum Instrument und integriert Einflüsse aus freier Improvisation, europäischer zeitgenössischer Musik, Free Jazz sowie osmanischen, indischen und arabischen Musiktraditionen. Vurals Musik spiegelt dabei häufig das reiche kulturelle Erbe Anatoliens wider.

Neben seiner musikalischen Praxis arbeitet Vural als Klangkünstler mit Fokus auf Umweltbewusstsein und akustischer Ökologie. Derzeit widmet er sich der Unterwasser-Akustikökologie und entwickelt Projekte, die Unterwasseraufnahmen für Storytelling, Klanginstallationen und Live-Performances nutzen. Sein Projekt Underwater Soundscape untersucht die klanglichen Identitäten von Städten, die über Meere, Flüsse und Seen mit Wasser verbunden sind.

In seiner Performance im Rahmen von Mutant Radio Sessions treten Field Recordings und Soundcollagen mit akustischem und elektrischem Cello in einen Dialog und schaffen eine vielschichtige Klangumgebung. Zwischen Improvisation, Bewegung und komponierten Strukturen bewegend, erforscht das Werk die fließenden Grenzen zwischen Klang, Geste und Narration.


Vinyl-terror & -horror
Das Künstlerduo Vinyl-terror & -horror, bestehend aus Camilla Sørensen und Greta Christensen, arbeitet an der Schnittstelle von Klang- und Bildender Kunst. Bekannt ist das Duo für seine fesselnden Plattenspieler-Konzerte sowie für immersive, humorvolle, postapokalyptische Klanginstallationen.

Charakteristisch für ihr Schaffen ist der skulpturale Zugang zum Vinyl-Medium: Der Plattenspieler selbst und das Material der Schallplatte fungieren als kompositorische Akteure, die zu unerwarteten Ergebnissen führen. 

Vinyl-terror & -horror arbeiten mit manipulierten Schallplatten – darunter zerbrochene, gebackene, collagierte „Cut-ups“ auf Mehrfach-Tonabnehmer-Plattenspielern – und verbinden eine große Bandbreite kulturell unterschiedlicher Musikgenres. Dazu zählen Klassik, Oper, Folk, Schlager, Spoken Word, Hammond-Orgel-Interpretationen ebenso wie Horrorfilm-Soundeffekte, Panflöten-Vogelimitationen u. a., die zu einer abstrakten, filmischen Klangnarration verschmelzen.



Donnerstag, 19. März
Kuppelhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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