DEEN

Das dritte Leben der Agnès Varda

Ausstellung, Filmreihe, Workshops und Talks

Do, 09.06.2022 - Mi, 20.07.2022
Betonhalle, Wiese, Kuppelhalle

Agnès Varda gilt als eine der einflussreichsten kreativen Persönlichkeiten unserer Zeit – die 2019 neunzigjährig verstorbene Fotografin, Filmemacherin und bildende Künstlerin hinterließ ein mehr als sechs Jahrzehnte umspannendes Lebenswerk, in dem sich die Wegbereiterin des modernen Films immer wieder neu erfand. Ihre letzte Schaffensperiode – ihr „drittes Leben als junge Künstlerin“, wie sie es selbst nannte – ist bisher weit weniger bekannt und erschlossen als die zahlreichen Filme, in denen sie zuvor Regie führte.

Im silent green zeigt die in Deutschland bislang umfangreichste Einzelausstellung dieser letzten Schaffensperiode, die Varda im Alter von 75 Jahren auf der Biennale in Venedig begann, Fotografien, Filme und Video-Formate, die Varda zu medienübergreifenden installativen Formen zusammensetzt. 

Als Weltpremiere wird draußen auf der Wiese Une Cabane de cinéma: La Tente de Sans toit ni loi / A Cinema Shack: The Tent of Vagabond  / Eine Filmhütte: Das Zelt von Vogelfrei aufgebaut, ein „Kino-Zelt“ aus 35-mm-Filmstreifen von Vardas Film, ein Zufluchtsort in Anlehnung an eben jenen. Die zweite Arbeit Le Tombeau de Zgougou dans sa cabane /  Zgougou’s Grave in Its Shack / Das Grab von Zgougou in ihrer Hütte ist eine Videoinstallation in einer aus recycelten Materialien gebauten Hütte, die Besuchende mit an das Grab der geliebten Katze Vardas auf der Insel Noirmoutier nimmt.

Neben der Hauptausstellung in der Betonhalle und den beiden Filmhütten auf der Wiese, wird vom 10.–20.7. zusätzlich eine ganz besondere Installation in unserer Kuppelhalle zu sehen sein: Hommage aux Justes de France / Homage to the Righteous of France, eine Arbeit zur Erinnerung an die "Gerechten", jene oft Vergessenen, die während der Zeit der deutschen Besetzung in Frankreich Jüd*innen das Leben retteten und dabei ihr eigenes auf’s Spiel setzten. 2007 hielt die Arbeit Einzug ins Pariser Panthéon und gilt seither als wichtiges Ehrenmal im Gedenken an den Zweiten Weltkrieg.

Vom 11.6–17.7. zeigt eine begleitende Filmreihe im Kino Arsenal ausgewählte Filme Vardas, welche die Motive der Ausstellung aufnehmen.

Ergänzt wird das Programm außerdem durch einige Talks und Workshops. So wandelt z.B. ein Super-8-Film-Workshop der FIlmemacherin Dagie Brundert auf den Spuren Vardas. Ein Kinderworkshop mit der Filmemacherin Maria Mohr und der Filmvermittlerin Stefanie Schlüter widmet sich Vardas medialer Spiel- und Experimentierfreude, indem die Teilnehmenden sich slebst an der Praxis des Sammelns und in Beziehungsetzens von Fotografie, Bewegtbild und Tönen ausprobieren.
 

AUSSTELLUNG
Freitag, 6. Mai
Eröffnung Installationen Außenbereich
Wiese


Donnerstag, 9. Juni
Eröffnung Hauptausstellung
Betonhalle
Eintritt frei / Um Anmeldung wird gebeten


Sonntag, 10. Juli
Eröffnung Hommage aux Justes de France / Hommage to the Righteous of France
Kuppelhalle

 

WORKSHOPS
Samstag, 25. Juni
Bildersammeln mit Agnès Varda
Kinderworkshop

Samstag, 2.– Sonntag, 3. Juli
Feeling Agnès
Super-8-Film-Workshop

 

FILME
11.6.–17.7.
Kino Arsenal


TALKS
Mehr Information zum Talk-Programm in Kürze
 


Ein Projekt der silent green Film Feld Forschung gGmbH in Kooperation mit Ciné-Tamaris und Estate of Agnès Varda.
Filmreihe in Kooperation mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.

Kuratorinnen: Dominique Bluher und Julia Fabry

Gefördert durch die                
               

Gefördert von

DEEN