Black Box + Lydia Lunch - The War is Never Over: Filmvorführungen | Dust and Shadows: Spoken Word-Performance: Lydia Lunch | Einführung: Beth B

Now Wave: Beth B – Glowing

Black Box
1979 / 23:35 Min. / USA / OF / Beth B / Scott B

Eine erschreckende Allegorie gesellschaftlicher Unterdrückung: Wir wohnen dem Unglück eines arglosen Jugendlichen bei, der ohne eigenes Verschulden entführt und gefoltert wird.

 

Lydia Lunch – The War is Never Over
2020 / 75 Min. / USA / OF / Beth B

Dies ist die erste dokumentarische Rückschau auf die Karriere von Lydia Lunch und ihre konfrontative, ätzend-aggressive und stets elektrisierende Künstlerschaft. Lunch hat ein Leben lang mit ihrer Musik und ihren Spoken-Word-Performances für das uneingeschränkte Recht aller Frauen gestritten, genauso wie die Männer den eigenen Impulsen nachzugehen, das eigene Vergnügen erlangen zu wollen und genauso laut wie Männer "Fick dich!" zu sagen. In dieser Zeit nicht enden wollender Angriffe auf Frauen, in diesem unablässigen Krieg wirkt der Film wie ein Schlachtruf, der dazu auffordert, die Tatsache anzuerkennen, dass uns nur noch eins wieder zusammenbringen kann – KUNST ... als universelles Heilmittel für all unsere Traumata.

 

Dust and Shadows
Spoken Word-Performance: Lydia Lunch

Diese epische Performance verhandelt düstere Sex-Obsessionen, abwegige Liebesgeschichten und den vorzeitigen Tod geliebter Mitmenschen. Lunch präsentiert die vielen Stimmen, die in ihr als Orakel unserer tiefsten Gefühle hausen, und spornt gleichzeitig dazu an, die weibliche Kraft zur Überwindung solcher emotionalen Belastungen fruchtbar zu machen.

Was würden Sie jemandem sagen, der nur noch 30 Tage zu leben hat? Dass wir in diesem Land der Illusionen nur Übergangswesen sind, die durch das Schlüsselloch der Ewigkeit spähen, dass die Vergangenheit nur die von Unsichtbarkeit umhüllte Gegenwart ist und die Zukunft nur das Murmeln einer Erinnerung, die wir nie besitzen werden. Das große Geheimnis besteht nicht darin, dass wir hinabgeschleudert wurden zwischen den verschwenderischen Überfluss der Materie und den der Sterne, sondern, dass wir aus dem Gefängnis unseres Fleisches heraus Bilder geschaffen haben, die stark genug sind, unsere Nichtigkeit zu leugnen. In der Hoffnung, dass eines Tages jenseits des fernen Horizonts eine unglaubliche Leichtigkeit des Seins liegen möge, in der alles abfällt. Wir sind nur Staub und Schatten. Der Tod ist nur der Schatten, der dem Körper folgt.


Einführung: Beth B
 

Freitag, 16. August 
19.30 Uhr
Kuppelhalle

Tickets

oder All-In-One-Pass für alle Veranstaltungen

 

15.–25.8. Ausstellung I Betonhalle
Öffnungszeiten: Mo–Fr, 14–20 Uhr / Sa–So, 11–20 Uhr,
Eintritt frei
Sonderöffnungszeit: Sa 24.8., 11–21 Uhr (im Rahmen des silent green Sommerfests)