Belladonna + Call Her Applebroog | Filmvorführungen | Einführung: Beth B

Now Wave: Beth B – Glowing

Belladonna
1989 / 13 Min. / USA / OF / Beth B, Ida Applebroog

Der preisgekrönte Film Belladonna, in Co-Regie mit der Künstlerin Ida Applebroog entstanden, ist das verstörende Phantombild vom Angesicht der Gewalt in unserer Gesellschaft, das ihre Verankerung in der Familie, der Kultur und letztlich der gesamten sozialen Ordnung kenntlich macht. Eine Reihe düsterer Gesprächspartner schildert freimütig hochpersönliche und moralisch fragwürdige Einstellungen zu Sex, Gewalt und anderen Familienangelegenheiten. Die Schauspieler rezitieren Zeilen aus erschreckenden, aber authentischen Texten: Auszüge aus den Aussagen von Joel Steinberg, dem New Yorker Rechtsanwalt aus Greenwich Village, der des Mordes an seinem Kind für schuldig befunden wurde; Abschnitte aus Sigmund Freuds Aufsatz "Ein Kind wird geschlagen"; sowie Texte von Überlebenden der medizinischen Experimente des Dr. Josef Mengele im Konzentrationslager Auschwitz.

 

Call Her Applebroog
2016 / 70 Min. / USA / OF / Beth B

Call Her Applebroog hatte seine Weltpremiere am 26. Februar 2016 bei der MoMA Doc Fortnight. Das zutiefst persönliche Porträt der gefeierten New Yorker Künstlerin Ida Applebroog wurde mit doppelbödiger Verehrung von ihrer Tochter Beth B gedreht. Darin schaut Applebroog, 1929 als Tochter orthodox-jüdischer Emigranten aus Polen in der Bronx geboren, darauf zurück, wie sie sich über Jahrzehnte in Zeichnungen, Gemälden und Tagebüchern ausgedrückt hat. Ermutigt durch ihre Tochter, erforscht sie die Fremdheit ihres früheren Ichs – eine Frau, die sich mit Hilfe der Kunst psychologisch und sexuell befreit hat. Während Beth B ein tieferes Verständnis für ihre Mutter als Mensch entwickelt, erfährt Applebroog neue Wertschätzung für ihre eigene provokative Arbeit.


Einführung: Beth B

 

Sonntag, 18. August
18 Uhr
Kuppelhalle

Tickets

oder All-In-One-Pass für alle Veranstaltungen

 

15.–25.8. Ausstellung I Betonhalle
Öffnungszeiten: Mo–Fr, 14–20 Uhr / Sa–So, 11–20 Uhr,
Eintritt frei
Sonderöffnungszeit: Sa, 24.8., 11–21 Uhr (im Rahmen des silent green Sommerfests)