Acephalic Headspace pres. ladr ache + Lésions Graves Sextet plays Julius Eastman

silent green präsentiert

Zwei Bands, von denen wir kaum glauben können, dass sie bisher noch immer unter dem Radar Berlins geblieben sind. Macht euch gefasst auf ein intensives musikalisches Erlebnis mit einem hohen Maß an Originalität, eingeladen von Acephalic Headspace: Black-Metal trifft auf Minimal Music; Rhythmen, Wiederholungen und kreisende Bewegungen von Objekten, Körpern und Stimmen verwandeln sich in ein instabiles Ritual.

Lésions Graves
Lésions Graves sind im Black-Metal verwurzelt und haben einen Stil entwickelt, der hypnotische, aus der Minimal Music entlehnte Wiederholungsmuster mit der Intensität von Rock verbindet. 

Als Sextett werden Lésions Graves ihr neuestes Projekt aufführen: eine Komposition von Julius Eastman, neu arrangiert für vier E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeug. Die Musik folgt Eastmans „organischem Prinzip“ und entfaltet sich durch die schrittweise Transformation wiederkehrender musikalischer Elemente. Die skizzenhafte Partitur lässt viel Raum für Interpretation und schafft ein intensives, offenes Erlebnis für Musiker*innen und Publikum gleichermaßen. 

Julius Eastman (1940–1990) war ein afroamerikanischer Komponist, der Minimalismus mit politischer Provokation verband und die Konventionen der weißen klassischen Musik herausforderte. Seine Werke thematisierten Rassismus und Homophobie und verbanden Minimalismus mit Free Jazz, Gospel und No Wave.

ladr ache
ladr ache, ein sechsköpfiges Kollektiv aus Brüssel (Belgien), verbindet polyphonen Gesang mit hypnotischen Rhythmen und ist eine einzigartige, verborgene Perle im Grenzbereich experimenteller Musik. Ihre Musik taucht in rohe Punk-Energie ein: wuchtige Schlagzeugrhythmen treffen auf sirrende Drones, mechanische Pulse, verstärkte Objekte und serielle Gesänge. 

Live erschaffen sie eine grenzenlose Klanglandschaft, in der das Intime mit dem Kollektiven verschmilzt, Maschinen scheinbar zu atmen beginnen und Stille ebenso viel Gewicht erhält wie überbordende Klangtexturen. Allmählich entsteht ein instabiles Ritual: fragil, körperlich, eindringlich und zutiefst beseelt.  

Zu Beginn des Abends wird der Video-Loop “Flicker Holes” von Tim Tetzner über den Köpfen des Publikums in die Kuppel projiziert werden. 

 

Freitag, 23. Oktober
Kuppelhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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