HALF LIGHT – Abul Mogard, Marja de Sanctis, Rafael Anton Irisarri, Concepción Huerta
HALF LIGHT – Ein audiovisuelles Konzerterlebnis zwischen Klang, Bild und Wahrnehmung
HALF LIGHT bringt führende internationale Künstler zusammen, die an der Schnittstelle von Klang, Bild und Wahrnehmung arbeiten.
Als ein einziges, durchgehendes Erlebnis konzipiert, entfaltet sich der Abend als zusammenhängender Bogen. Jede Performance wird dabei Teil einer größeren klanglichen und visuellen Entwicklung: von der haptischen Welt des Magnetbands über immersive audiovisuelle Kompositionen bis hin zu gewaltigen Drones und einer radikalen brutalistischen Reduktion.
Der italienische Komponist Abul Mogard, eine der eigenwilligsten Stimmen der zeitgenössischen Ambient- und elektronischen Musik, präsentiert gemeinsam mit der brasilianischen Visual Artist Marja de Sanctis die audiovisuelle Premiere einer neuen Arbeit, die die Welt von Quiet Pieces, Mogards gefeiertem Album von 2025, weiterführt. Bekannt dafür, langsam fließende elektronische Klänge, Archivmaterial und dichte harmonische Texturen zu weit ausgreifenden, immersiven Klangwelten zu verdichten, überträgt Mogard seinen unverwechselbaren Ansatz in eine neue Zusammenarbeit mit de Sanctis. Die eigens für die monumentale Architektur der Betonhalle entwickelte Arbeit setzt Klang, Bild, Erinnerung und Licht in ein neues räumliches Verhältnis.
Der iberoamerikanische Künstler Rafael Anton Irisarri ist ein Meister des klanglichen Worldbuildings. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat sein umfangreiches Werk die Grenzen zwischen Ambient, Drone, Minimalismus und elektronischer Musik immer wieder neu ausgelotet. Irisarri präsentiert ein Solokonzert, das auf seiner jüngsten Arbeit Points of Inaccessibility basiert. Mit gestrichener Gitarre, aufragenden Harmonien und lang anhaltenden, raumgreifenden Drones erforscht die Performance das Paradox der Entkopplung in einer Zeit ständiger Vernetzung. Digitale Entfremdung wird dabei in ein zutiefst körperliches Klangerlebnis übersetzt.
Den Auftakt des Abends bildet die mexikanische Soundkünstlerin Concepción Huerta, die für eine neue Generation experimenteller Künstler steht, die aus der lebendigen elektronischen und elektroakustischen Szene Mexiko-Stadts hervorgegangen ist und inzwischen internationale Aufmerksamkeit erhält. Zuletzt im The Wire für ihre Arbeit mit Magnetband vorgestellt, überführt Huerta dieses Medium in eine zeitgenössische Live-Praxis. Mit Feedback, Filtern und geschichteten Klangfragmenten macht sie das Band selbst zum physischen Instrument: volatil, haptisch und lebendig.
Freitag, 23. Oktober
Betonhalle
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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