Transgressive Memory Festival

Unser Erinnerungskultur ist in Bewegung. Was geschieht, wenn wir die gewohnten Pfade des Gedenkens verlassen? Wenn digitale Medien Geschichten nicht nur speichern, sondern sie neu zusammensetzen, hinterfragen und aufbrechen?

Vom 12. bis 13. September lädt das von der Körber-Stiftung initiierte Transgressive Memory Festival ins silent green Kulturquartier ein. An zwei Tagen verbinden sich Medienkunst, Performance, Sound und kritischer Diskurs zu einem vielschichtigen Programm aus Aufführungen, Paneldiskussionen, Workshops, Filmvorstellungen und einer Ausstellung.

Das Festival begreift „Transgressive Memory“ als Methode und Haltung zugleich: eine Erinnerungspraxis, die erstarrte Rituale aufbricht, die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verwischt und die Rolle digitaler Technologien in unserem kollektiven Bewusstsein hinterfragt. Künstler:innen und Kulturschaffende nutzen digitale Infrastrukturen und Bildwelten, Glitches, Schleifen, spekulative Archive und Netzwerke, als künstlerisches Werkzeug. Mit ihnen durchbrechen sie lineare Erzählweisen und schaffen Raum für Widersprüche und vielstimmige Geschichten. Auf dem Festival wird der Akt des Erinnerns zu einem dynamischen Prozess zwischen Körpern und Datenbanken, Abwesenheit(en) und Algorithmen.

Ergänzt wird das Programm durch Programmparts kuratiert vom CTM Festival („Resynthesising the Traditional“) und der transmediale.

Mit Kunstwerken, Performances und Diskursbeiträgen von: Bashir Bashir, caner teker, Gabriel Massan, Göksu Kunak, allapopp (Tatar: Kyzlar), Dan Hicks, Giselle Beiguelman, Hussein Shikha, Royce Ng und vielen anderen.
 

Das Festival ist kostenlos. Anmeldungen für die Workshops sowie das Programm findet ihr auf der Webseite des Transgressive Memory Festival.

 

12.+13. September 2026
Betonhalle. Kuppelhalle, Atelier 1 & 2
11–22 Uhr
Eintritt frei